Die Landwirtschaft in Meidling ist im Keller

(C) Berger: Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (l.) besuchte die beiden
(C) Berger: Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (l.) besuchte die beiden "Landwirte" Olivia und Benedikt in ihrer Stadtfarm und verkostete ihre Microgreens.

Im Souterrain der Karl-Löwe-Gasse 10 wächst die Idee zweier gestandener Meidlinger – und das im wahrsten Sinne des Wortes und mit großem Erfolg.

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Landwirtschaft in der Hauptstadt 

Wien ist eine ­der wenigen Hauptstädte, auf deren Gebiet Landwirtschaft betrieben wird. Seien es wogende Getreidefelder in Favoriten oder Gemüse in Simmering. Nur den 12. Bezirk würde man nicht unbedingt damit in ­Verbindung bringen. Wenn ­es nicht Olivia Jecel und ­Benedikt Berger gäbe. Die beiden Meidlinger haben in ihrem Heimatbezirk ganz offi­ziell einen landwirtschaftlichen ­Betrieb gegründet. In der Karl-Löwe-Gasse 10 setzen sie auf kleine Pflänzchen.

Voller Geschmack

„Microgreens“ heißt ihr Geschäftsmodell. Dabei handelt es sich um die junge Version von Gemüse und Kräutern, die etwas später als Sprossen geerntet werden. „Sie haben einen bis zu 40-mal höheren Nährstoffgehalt im Vergleich zu der ausgewachsenen Pflanze“, versichern die beiden Stadt-Farmer. Klein im Wuchs, aber groß im Geschmack. Egal ob Radieschen, Brokkoli, Rucola oder Senf: Einfach abgeschnitten, können sie direkt genossen oder als Toppings, Gewürze oder Salat Verwendung finden. ­„Es ist echt überraschend, wie ­geschmacksintensiv so kleine Gemüseblätter sein können“, sagt Bezirksvorsteher Wilfried Zankl, der das Start-up ­persönlich besuchte.

Frisch auf den Tisch

Im Moment fokussieren sich die beiden noch auf die Gas­tronomie, wo ihre Idee großen Anklang findet. „Wir sind aber immer öfter auch auf Märkten zu finden.“ ­Die Termine findet man ­auf Instagram unter @vienna­microgreens. Wer mehr über diese innovative Idee wissen möchte: viennamicrogreens.at