Rund 1,8 Millionen Menschen im Land leiden unter chronischen Schmerzen. Das "Therapiezentrum chronischer Schmerz" (TCS) im Rabenhof im 3. Bezirk bietet dafür seit einem Jahr eine Anlaufstelle mit ganzheitlichem Therapie-Ansatz.
Nach einem rund zweistündigen ärztlichen Erstgespräch erfolgt eine individuell angepasste ambulante Therapie von mindestens acht Wochen. Alle Anwendungen finden direkt im Therapiezentrum statt, wodurch oft aufwendige Wege wegfallen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Schmerzreduktion wie auch ein selbstbestimmter Umgang mit der Erkrankung. Angebote wie Biofeedback, autogenes Training und Bewegungstherapie helfen den Betroffenen dabei, den Alltag wieder aktiver zu gestalten. Eine Anmeldung erfolgt über die Gesundheitsberatung 1450, die Behandlung läuft über die e-Card.
„Das Therapiezentrum chronischer Schmerz ist ein Meilenstein für die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen in Wien“, betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.
Stadt Wien, Österreichische Gesundheitskasse und Vinzenz Gruppe ziehen eine positive Bilanz: Seit der Eröffnung wurden rund 800 Menschen neu betreut, insgesamt fanden etwa 8.000 Behandlungen statt. Mit diesem Angebot werden neue Maßstäbe bei der Behandlung von Schmerzpatienten gesetzt sowie eine Versorgungslücke geschlossen und Wiens Spitalambulanzen entlastet.

