Mit der Energiegemeinschaft im Village im Dritten setzen Wien Energie und die ARE Austrian Real Estate einen weiteren Schritt in Richtung lokaler, erneuerbarer Energieversorgung. Das Projekt richtet sich an Haushalte und Betriebe imBezirk, die ihren Energieverbrauch bewusster gestalten und gleichzeitig Stromkosten senken möchten.
Lokal erzeugter Strom für das Quartier
Kern der neuen Energiegemeinschaft sind 18 Photovoltaikanlagen, die im gesamten Quartier installiert sind und gemeinsam rund ein Megawatt Leistung liefern. Durch die baufeldübergreifende Vernetzung kann der erzeugte Strom direkt innerhalb des Village im Dritten genutzt werden.
Für teilnehmende Haushalte und Unternehmen bringt das klare Vorteile. Die Netzentgelte für lokal verbrauchten, sauberen Sonnenstrom sind um etwa ein Drittel geringer, zusätzlich entfallen der Erneuerbaren-Förderbeitrag und die Elektrizitätsabgabe. Ein digitales Portal ermöglicht den Mitgliedern, die aktuelle Stromproduktion der Anlagen jederzeit einzusehen.
Energie effizient teilen und nutzen
Energiegemeinschaften bieten die Möglichkeit, erneuerbar erzeugten Strom über Grundstücksgrenzen hinweg gemeinsam zu verwenden. Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen können sich zusammenschließen, um lokale Energie effizienter einzusetzen.
Wien Energie zählt in diesem Bereich zu den ersten Anbietern und betreut Energiegemeinschaften in ganz Österreich, in denen insgesamt über 15 Gigawattstunden Ökostrom pro Jahr geteilt werden. Im Village im Dritten nutzen erste Mitglieder bereits die lokale Stromversorgung; ab 1. April können sich alle Haushalte des Quartiers anschließen. Auch kleinen und mittleren Betriebe im Grätzel ist es möglich, teilzunehmen.
Klimaschonendes Versorgungskonzept
Das Village im Dritten entsteht auf über elf Hektar und wird bis 2027 rund 2.000 Wohnungen sowie Arbeits-, Bildungs- und Nahversorgungsangebote umfassen. Das Energieversorgungskonzept des Quartiers setzt auf maximale Nutzung lokaler, erneuerbarer Ressourcen.
Herzstück bildet das größte Erdsondenfeld Österreichs mit 500 Sonden, die jeweils 150 Meter tief reichen und über das landesweit größte Energienetz verbunden sind. Ergänzend sorgen Photovoltaik, Wärmepumpen und die Anbindung an die Fernwärme für einen stabilen, nachhaltigen Energiemix. Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen und können damit frühzeitig von dem Konzept profitieren.