Tausende demonstrieren und rufen: „Danke für nix!“

Der Frust bei den Bediensteten ist groß (Bild: WBB).

Die Bediensteten der Kindergärten, Horte und anderer Freizeiteinrichtungen haben seit den Morgenstunden ihre Empörung kundgetan. Tausende sind zur Demonstration gekommen. Motto: „Unser Akku ist leer. Danke für nichts! Wir fühlen uns im Stich gelassen!“

Ob unsere Bundesregierung die Botschaften der Gewerkschaften, Betriebsräte und Personalvertreter verstehen will, ist fraglich. Inhaltlich sollten keine Fragen mehr offen bleiben. Tausende Aktivisten haben im Sigmund-Freud-Park bei der Votivkirche (9. Bezirk) laut gerufen: „Es reicht! Wir brauchen mehr!“ und „Genug ist genug“! Zumal die Überlastung in den Berufen wirklich enorm ist. „Wir brauchen dringend: mehr Zeit, mehr Raum, mehr Geld und mehr Personal!“, heißt es in dem Aufruf, der ganz wesentlich auch von der Privatangestellten-Gewerkschaft GPA unterstützt wird.

Kritik im Detail

Die konkreten Kritikpunkte, die genannt werden: Der Ankündigung von Bundeskanzler Nehammer, 4,5 Milliarden bis 2030 in die Elementarpädagogik zu investieren, fehlt es an konkreten Vorgaben und zu welchem Zweck diese Gelder von den Ländern abrufbar sind. Auch in der aktuellen Einigung zum Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern sei unklar, welche Mittel zu welchem Zweck verwendet werden. Die Betroffenen wollen nicht länger zuwarten und fordern endlich Klarheit und konkrete Maßnahmen ein.

Die Versammlung dauert noch bis 15:30 Uhr. Die Kindergärten, Horte und schulische Freizeitbetreuung des privaten Bereichs bleiben daher geschlossen.

Chefredakteur