Mit Hightech und Bewegung

Neues Gelenk: Wiener Arzt setzt auf schnelle Erholung

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Von der Redaktion empfohlen

Wieder schmerzfrei spazieren gehen, Stiegen steigen oder einen Ausflug genießen: Wer ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk bekommt, möchte vor allem seinen Alltag zurückgewinnen.

Genau das steht für Prof. DDr. Martin Faschingbauer im Mittelpunkt. Der Orthopäde setzt in Wien auf moderne Operationstechnik und das Behandlungskonzept „Rapid Recovery“, das Patienten möglichst rasch wieder auf die Beine bringen soll.

Bewegung als Ziel

„Eine Operation ist nie das eigentliche Ziel. Das Ziel ist, dass Menschen wieder das tun können, was ihnen wichtig ist.“

…betont Faschingbauer. Seine Begeisterung für Bewegung reicht bis in die Jugend zurück: Als Nachwuchsfußballer bei Austria Wien interessierte ihn schon früh, wie Muskeln arbeiten und Kraft entsteht.

Zunächst führte ihn sein Weg allerdings zur Architektur. Der dort bekannte Grundsatz „form follows function“ begleitet ihn bis heute. Denn auch beim Gelenkersatz gehe es darum, die individuelle Bewegung eines Menschen zu verstehen.

Zurück nach Wien

Seine medizinische Laufbahn führte Faschingbauer an Universitätskliniken in Deutschland und an das renommierte Hospital for Special Surgery in New York. Er veröffentlichte mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten und wurde 2020 im Alter von 38 Jahren zum Professor berufen.

Nach vielen Jahren im Ausland kehrte der Spezialist nach Wien zurück. Heute operiert er an der Wiener Privatklinik und im Evangelischen Krankenhaus. Mehr als 2.000 Knie- und ebenso viele Hüftgelenke hat er bislang implantiert.

Präzise geplant

Bei seinen Eingriffen nutzt Faschingbauer unter anderem robotergestützte Operationssysteme. Sie unterstützen die präzise Anpassung an die individuelle Anatomie. Für geeignete Patienten kommen auch maßgefertigte Knieprothesen infrage, die auf Basis einer Computertomografie geplant und in der Schweiz hergestellt werden.

Die Technik ist für den Mediziner jedoch ein Mittel zum Zweck:

„Patienten interessiert am Ende nicht die Technik. Sie möchten wissen, ob sie wieder schmerzfrei gehen können und wie sich ihr neues Gelenk anfühlen wird.“

Angestrebt wird ein sogenanntes „Forgotten Joint“: ein künstliches Gelenk, das im Alltag möglichst nicht mehr bewusst wahrgenommen wird.

Früh auf die Beine

Ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit ist „Rapid Recovery“. Bei diesem Behandlungskonzept beginnt die Mobilisation bereits unmittelbar nach dem Eingriff. Die Betreuung für die Zeit danach wird schon vor der Operation organisiert.

Gemeinsam mit spezialisierten Physiotherapeuten plant sein Team den Weg zurück in den Alltag. Individuelle Therapieprogramme, Hausbesuche und digitale Unterstützung sollen dabei helfen, auch zu Hause Sicherheit zu gewinnen. „Die Menschen wollen wissen, was sie erwartet. Sie wollen Sicherheit“, erklärt Faschingbauer.

Der Alltag zählt

In einigen Ländern können ausgewählte Patienten bereits am Operationstag nach Hause zurückkehren. Faschingbauer erwartet, dass sich die Versorgung auch in Österreich in diese Richtung entwickeln wird. Voraussetzung sind für ihn eine gute Vorbereitung und engmaschige Betreuung.

Den Erfolg eines Gelenkersatzes misst der Orthopäde letztlich daran, was danach wieder möglich wird: gehen, reisen, Sport treiben – und den Alltag mit neuer Bewegungsfreiheit gestalten.

Prof. DDr. Martin Faschingbauer
Spezialist für künstliche Hüfte & Knie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Lazarettgasse 25/1. OG
A-1090 Wien
Tel.: +43 1 40 180 – 7010
praxis@ortho-faschingbauer.at
www.ortho-faschingbauer.at
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