Der Startschuss fiel mit einer Pressekonferenz, bei der Bildungsminister Christoph Wiederkehr gemeinsam mit Medienunternehmer Christian Pöttler, Kinderbuchautor Thomas Brezina und Lesepatin Elisabeth Rathbauer die zentrale Rolle des Lesens betonte.

Die Kernbotschaft: Sprache verbindet – unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund. Lesen wurde dabei als „soziale Superkraft“ bezeichnet, die weit über das bloße Verstehen von Texten hinausgeht. Wer liest, taucht in neue Welten ein, stärkt Empathie und erweitert den eigenen Horizont. Und wer vorliest, schenkt nicht nur Geschichten, sondern auch wertvolle gemeinsame Zeit.

Rekord: Ganz Österreich liest vor

Noch nie war die Beteiligung so groß: Knapp 11.000 Vorleseaktionen wurden auf der Plattform vorlesetag.eu registriert. Ob in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder im öffentlichen Raum – im ganzen Land wurde vorgelesen.

Auch zahlreiche prominente Unterstützerinnen und Unterstützer machten mit:
ESC-Kandidat Cosmó begeisterte bei einer Lesung im BILLA Plus Gerngroß eine Schulklasse, inklusive gemeinsamer Tanzeinlage zu seinem Song „Tanzschein“. Im Wiener Rathaus las Stadtrat Jürgen Czernohorszky aus dem Klassiker „Das kleine Ich bin Ich“.

Besonders generationenübergreifend zeigte sich der Einsatz von Wiesn-Kaiser Johann I, der sowohl im Prater für Kindergartenkinder als auch in einem Pensionistenheim vorlas. Junge Literaturpower kam von Aline Tosch, Österreichs jüngster Krimiautorin, die ihr neues Werk „Der rote Pool von Samui“ präsentierte.

Prominente Stimmen auch online

Damit wirklich alle teilnehmen konnten, wurde der Vorlesetag auch digital begleitet. Persönlichkeiten wie Ali Mahlodji, Uschi Pöttler-Fellner, Valerie Huber, Bianca Jankovska und Lilian Klebow unterstützten die Initiative mit Online-Lesungen.

So erreichte die Botschaft des Vorlesens auch Menschen, die nicht vor Ort dabei sein konnten – und setzte ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Bildung in einer digitalen Gesellschaft.

Stimmungsvolles Finale in Wien

Zum Abschluss wurde auf der Summer Stage mit rund 100 Gästen auf einen erfolgreichen Vorlesetag angestoßen, auf einen Tag, der bewegte und Verbundenheit geschaffen hat. Special Guest Ali Mahlodji erinnerte eindrucksvoll daran, dass Lesen Mut macht und Gemeinschaft stiftet und in Zeiten von Künstlicher Intelligenz eine starker Skill ist. Mit so viel Rückenwind blicken die Organisatoren bereits motiviert auf 2027.

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Partnern – darunter die APG und die Wiener Städtische Versicherung –, die diese Initiative erst möglich machen.

Österreichischer Vorlesetag 2026

v.l.n.r.: echo medienhaus GF Christian Pöttler, Lesepatin Elisabeth Rathbauer, Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Kinderbuchautor Thomas Brezina. | ©Elisabeth Lechner

Anna Pöttler x Österreichischer Vorlesetag 2026

Geschäftsführerin der echo event, Anna Pöttler im Wiener Rathaus. Im Hintergrund: Jürgen Czernohorszky mit einer Lesung aus dem Kinderbuchklassiker „Das kleine Ich bin Ich“. | ©Elisabeth Lechner

Aline Tosch x Österreichischer Vorlesetag 2026

Aline Tosch las aus ihrem neusten Buch „Der rote Pool von Samui“ vor der BRG Pichelmayergasse. | ©Elisabeth Lechner

Chris Koch x Österreichischer Vorlesetag 2026 © Yasemin Gezgin

Chris Koch las bei Thalia aus seinem Buch “Bin a Wiener im Alten Ägypten”. | ©Yasemin Gezgin

Der Kaiser Wiesn-Kaiser Johann Pittermann las sowohl im Prater für eine Kindergartenklasse als auch in einem Pensionistenheim. | ©ZVG