Mit der stets an die Wand gemalten Wirtschaftskrise wurde ­symbolisch die Friedenspfeife geraucht. Den ­besuchten Trafikanten in der Thaliastraße zwischen Maroltingergasse und dem Schuh­meierplatz geht es nicht so schlecht. „Durchs Reden kommen die Leut zam“, hat die ­Bezirkschefin für ihre Anliegen ein offenes Ohr.

Verändertes Geschäft

So versichert Sabine Wallner, die legendäre Chefin der Trafik Schmid in der Thaliastraße 146: „Mir gefällt die umgebaute Straße – sie ist gut gelungen.“ Auch die Parkplatz-Situation sei für sie okay: „Insgesamt passt es für mich.“ Zur wirtschaftlichen Lage meint sie: „Das Geschäft hat sich verändert, heute kaufen nur wenige Leute Zeitungen, dafür gehen die rauchfreien ­Nikotinprodukte gut.“ Das ­Angebot an „Snus“ ist gewaltig – praktisch die ganze Wand ist damit gefüllt.

Breites Angebot

Das bestätigt auch die Trafik Freiberger in der Thaliastraße 120–122/Stiege 1. Hier zeigt eine freundliche Angestellte allerlei Angebote, fast wie in einer Gemischtwarenhandlung. Im Nebeneingang stehen Automaten mit Spritzern, Alkoholfreiem und Knabbereien. Kein unge­schicktes Geschäftsmodell.

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Mehr traditionelle und heimelige Trafik ist Etappenziel Nummer 3 in der Wattgasse 4 beim Schuhmeierplatz. Die „Tabak Trafik Read“ gibt es seit 25 Jahren, Junior-Chefin Shannon schmeißt an diesem Vormittag den Laden: „Unser ­Geschäft läuft gut, wir kennen unsere Stammkunden und können nicht klagen.“

Besuch bei Shannon in der Read-Trafik: "Können nicht klagen" (Bild: Steiner).

Besuch bei Shannon in der Read-Trafik: “Können nicht klagen” (Bild: Steiner).