Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die situative Winterausrüstungspflicht. Am 1. November ist es wieder soweit.
Es ist gar nicht so einfach in Zeiten wie diesen: Wird es Winter in Wien und Umgebung? Schneit es heuer überhaupt? Bei 18 Grad Fragen, die einem Mitte Oktober durch den Kopf gehen können. Denn eigentlich gibt es ab 1. November die “situative Winterausrüstungspflicht”.
Was heißt Winterausrüstung?
Was heißt das aber genau? Muss man ab 1.11. Winterreifen aufziehen? “Bei winterlichen Fahrbedingungen darf man bis zum 15. April nur mit Reifen unterwegs sein, die mit einem Alpinsymbol und Sternflocke auf der Reifenflanke gekennzeichnet sind – beispielsweise Winterreifen oder auch Ganzjahresreifen”, sagt ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl.
Ist ein Wechseln Pflicht?
Muss man also umstecken? “Erstens sind Winterreifen bei den aktuell vielerorts einstelligen Temperaturen in der Früh, insbesondere auf nassen Fahrbahnen, bereits jetzt im Vorteil und bieten einen besseren Grip. Und zweitens: Kommt dann ‘plötzlich’ der Wintereinbruch, sind die Werkstätten auf Wochen ausgebucht”, so die klare Empfehlung.
Also: Ja, man sollte nicht am falschen Fleck sparen. Denn wenn man plötzlich überland unterwegs ist und es friert, wird es schon sehr heikel.

Breite Reifen-Auswahl
Welche Reifen genommen werden, ist oft eine Frage des Geldbörsels. Laut dem Autofahrerklub hat zuletzt nur sechs von 32 getesteten Reifen mit “gut” abgeschnitten: ÖAMTC-Winterreifentest. Die Bilanz war schon einmal weit besser.
Mehr Profil, mehr Sicherheit
Ein wesentlicher Punkt ist auch die Profiltiefe. Experte Kerbl rät beim Check der alten Winter- bzw. Ganzjahresreifen: “Je nach Fahrleistung sollte das Restprofil zu Beginn der Saison bei zumindest fünf bis sechs Millimetern liegen. So ist die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von vier Millimetern bei Winterreifen auch am Ende des Winters noch gegeben.”

Wintertipps fürs Auto
Auch das übrige Auto sollte auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Dazu zählen:
– Beleuchtung auf Funktion und richtige Einstellung prüfen.
– Frostschutz in Kühlsystem und Scheibenwaschanlage checken.
– Batteriezustand checken (Pannenursache Nr.1: defekte/altersschwache Batterien).
– Schlieren ziehende Scheibenwischer ersetzen.
– Bereifung auf Profiltiefe und Schäden inspizieren.
– Türdichtungen mit Pflegemittel imprägnieren, um Anfrieren zu verhindern.
– Eiskratzer und Schneebesen mitführen.
Werden diese Regeln beachtet, sollte einem entspannten Fahrwinter nichts im Wege stehen.

