Die älteste Volkssternwarte des Landes setzt Maßstäbe in der astronomischen Bildungsarbeit. Im Beisein von Veronica Kaup-Hasler wurde das neue Teleskop feierlich eröffnet.
Von der Innenstadt direkt zum Jupiter! Die Urania Sternwarte präsentiert sich nach umfassender Modernisierung mit einem neuen leistungsstarken Teleskop. Die feierliche Wiedereröffnung wurde von Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler und VHS-Geschäftsführerin Daniela Ecker-Stepp vorgenommen.
Neues Sternen-Kapitel
Mit dem Teleskoptausch beginnt für die mehr als 100 Jahre alte Volkssternwarte ein neues Kapitel. Die Urania Sternwarte bildet gemeinsam mit dem Planetarium Wien und der Kuffner Sternwarte die astronomischen Einrichtungen der Volkshochschulen und zählt zu den bedeutendsten Orten für astronomische Bildung und Wissenschaftsvermittlung mitten in der Stadt.
Allermodernste Technik
Herzstück der modernisierten Sternwarte ist ein Spiegelfernrohr der Firma ASA Astrosysteme GmbH mit einem Hauptspiegel von 60 Zentimetern Durchmesser. Es ermöglicht deutlich detailreichere Beobachtungen von Sternen, Planeten, Nebeln und Galaxien und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten der astronomischen Wissensvermittlung.

Digitale Infrastruktur
Die technische Ausstattung verbindet klassische Himmelsbeobachtung mit zeitgemäßer digitaler Infrastruktur. Künftig können astronomische Beobachtungen nicht nur direkt vor Ort verfolgt, sondern auch in andere Veranstaltungsräume übertragen und für neue Vermittlungsformate genutzt werden.
„Das neue Teleskop bietet nicht nur modernste Technik, sondern vor allem die Möglichkeit, Menschen für Forschung, Erkenntnis und den Blick über den eigenen Horizont hinaus zu begeistern. Wissenschaftliche Neugier ist ein zentraler Motor unserer Gesellschaft – und sie braucht Orte, an denen sie erlebt werden kann“, betont die Stadträtin für Kultur und Wissenschaft Veronica Kaup-Hasler.
Wissenschaft trifft auf Neugier
Für die Wiener Volkshochschulen unterstreicht die Modernisierung die besondere Bedeutung der Sternwarte für den Bildungsauftrag der Organisation.
„Die Urania Sternwarte zeigt, was Erwachsenenbildung leisten kann: Sie macht Wissen für alle zugänglich und Wissenschaft für alle erfahrbar. Seit über einem Jahrhundert kommen hier Menschen zusammen, um gemeinsam zu lernen, zu staunen und andere Perspektiven zu gewinnen. Das neue Teleskop stärkt diesen Auftrag und eröffnet zugleich neue Wege“, so Daniela Ecker-Stepp, Geschäftsführerin der Wiener Volkshochschulen.
Monatelange Vorarbeiten
Dem Teleskoptausch gingen monatelange Vorbereitungen voraus. Der Ausbau des bisherigen Instruments aus der historischen Kuppel, technische Adaptierungen und der anschließende Einbau und die präzise Justierung des Systems stellten hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung.
„Ein Projekt dieser Größenordnung gelingt nur durch das Zusammenspiel vieler engagierter Menschen. Das neue Teleskop bedeutet für uns einen echten Qualitätssprung. Wir können künftig lichtschwächere und weiter entfernte Himmelsobjekte beobachten und unseren Besucherinnen und Besuchern faszinierende Einblicke in das Universum ermöglichen. Gleichzeitig schaffen die neuen technischen Möglichkeiten eine ideale Grundlage für innovative Bildungs- und Vermittlungsangebote“, erklärt Michael Feuchtinger, Direktor der astronomischen Einrichtungen der VHS.


