Altbau-Alarm! Zwei Frauen zogen bei einer Schwerpunktstreife der Polizei die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Ihr Verhalten kam den Polizisten höchst spanisch vor …
Immer wieder checkten die beiden Frauen ihre Umgebung, versuchten ihre Verbindung zueinander zu verschleiern und marschierten durch mehrere Altbauhäuser. Ihre Tour führte durch Wieden, die Innere Stadt und die Landstraße.
Doch dann wollten die beiden offenbar die Stadt verlassen – mit einem Reisebus Richtung Slowakei. Das war allerdings die letzte Station der ungewöhnlichen Tour.
Polizei schlägt beim Reisebus zu
Beamte des Stadtpolizeikommandos Landstraße hielten den Bus an und nahmen die beiden Frauen genauer unter die Lupe. Bei der Durchsuchung dann der brisante Fund: Einbruchswerkzeug! Eine der Frauen hatte das Werkzeug im Hosenbund versteckt, bei der anderen wurde es im BH entdeckt.
Und es kam noch dicker: In einem zuvor von den beiden betretenen Stiegenhaus in Wieden fanden die Ermittler frische Einbruchsspuren. Das sichergestellte Werkzeug soll dazu passen.
Plötzlich waren sie „unmündig“
Für die beiden Frauen klickten daraufhin die Handschellen.
Doch bei der Identitätsfeststellung wurde der Fall noch kurioser: Dokumente hatten die Verdächtigen nicht dabei. Zudem sollen sie bei ihren Geburtsdaten offenbar unterschiedliche beziehungsweise unrichtige Angaben gemacht und sich als Unmündige ausgegeben haben.
Um Klarheit über das tatsächliche Alter zu bekommen, wurde schließlich ein Amtsarzt hinzugezogen.
Reisebus statt Gefängnis?
Jetzt übernimmt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, die weiteren Ermittlungen. Ob die beiden Frauen tatsächlich für den Einbruch in einem Wiedener Stiegenhaus verantwortlich sind und ob es weitere Tatorte gibt, soll nun geklärt werden.
Fest steht jedenfalls: Die geplante Ausreise Richtung Slowakei endete für das Duo nicht am Ziel – sondern bei der Wiener Polizei.

