Wien verfolgt eine zukunftsorientierte Strategie, um Abfall zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Der neue Abfallwirtschaftsplan umfasst mehr als 160 Maßnahmen, die die Wertstoffgewinnung und Kreislaufwirtschaft fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Ein wichtiger Fokus liegt auf der Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Restmüll und Klärschlamm. So plant die Stadt beispielsweise, Phosphor aus Klärschlammasche zu recyceln und die Kapazität der Biogasanlage auf jährlich 34.000 Tonnen zu verdoppeln. Auch Recycling-Baustoffe sollen eine größere Rolle spielen, etwa durch den Bau von Gebäuden aus Recyclingbeton.
Rohstoffrückgewinnung und nachhaltiges Bauen
Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál hebt hervor, wie wichtig nachhaltiges Bauen für die Lebensqualität der kommenden Generationen ist: „Die Wiener Wohnqualität hängt auch davon ab, wie ressourcenschonend wir bauen.“ In diesem Zusammenhang testet die Stadt den „Zirkularitätsfaktor“, um kreislauffähige Bauprojekte zu fördern, unter anderem am Nordwestbahnhof.
Ein Jahr für Ressourcenschonung
2025 wird Wien das „Jahr der Kreislaufwirtschaft“ ausrufen und eine umfassende Strategie für Ressourcenschonung entwickeln. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky unterstreicht: „Wien soll zur ersten Großstadt mit null Verschwendung werden.“ Weitere Informationen und der gesamte Abfallwirtschaftsplan sind auf wien.gv.at zu finden.