30 Fälle, 26.000 Euro Schaden und monatelange Spurensuche: Ermittler der ARGE Taschendiebstahl haben einer mutmaßlichen Diebin das Handwerk gelegt.
Die 41-jährige bulgarische Staatsangehörige wurde in Meidling festgenommen. Die Ermittler hatten die Frau schon länger im Visier. Gegen 11.15 Uhr rückten die Beamten zur Streife auf die Meidlinger Hauptstraße aus. Dort hatte es zuletzt mehrere Taschendiebstähle gegeben.
Verdächtige tauchte auf
Rund 15 Minuten später wurde die Verdächtige tatsächlich entdeckt. Die Beamten beobachteten die 41-Jährige zunächst beim Verlassen eines Lebensmittelgeschäfts. Anschließend ging sie in eine Bankfiliale – und schien dort gezielt nach möglichen Opfern Ausschau zu halten.
Kurz darauf nahm die Frau eine etwa 80-jährige Dame ins Visier und folgte ihr ein Stück. Doch offenbar war ihr das Risiko zu groß: Nach kurzer Zeit ließ sie von der Seniorin ab und kehrte in ein Lebensmittelgeschäft zurück.
Die Handschellen klickten
Die Beamten hielten die Tatverdächtige an und nahmen sie aufgrund einer bestehenden Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien fest. Zu den Vorwürfen zeigte sich die 41-Jährige nicht geständig.
Die Ermittler schreiben ihr insgesamt 30 Taschendiebstähle zu, die sie im Zeitraum vom 2. März bis 10. August 2026 begangen haben soll. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf rund 26.000 Euro.
Damit scheint eine Serie von Taschendiebstählen in Wien zumindest in Teilen geklärt. Für die 41-Jährige gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

