Die Fachklinik für Bewegung zählt mit ihren Schwerpunkten Orthopädie, Schmerz- und Altersmedizin zu den führenden Kompetenzzentren für künstlichen Gelenkersatz in Österreich.
Vom Lazarett zur modernen Fachklinik
Die Geschichte des Hauses reicht bis 1873 zurück: Damals begannen Schwestern der Kongregation der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu, sich um Kranke und Bedürftige zu kümmern. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand aus einem ehemaligen Lazarett für verwundete Soldaten ein modernes Krankenhaus.
Was einst als Schwesternkrankenhaus begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zur hochspezialisierten Fachklinik für Bewegung. Seit 2007 ist das Herz-Jesu Krankenhaus Teil der Vinzenz Gruppe.
6.200 Eingriffe pro Jahr
Mit rund 6.200 Operationen jährlich gehört das Spital zu den größten Kliniken Österreichs im Bereich Gelenkendoprothetik und gelenkerhaltender Orthopädie.
„Mit innovativen Programmen wie ,Rapid Recovery‘ und gezielter Frühmobilisierung ermöglichen wir unseren Patientinnen und Patienten eine besonders rasche Genesung.“
…betont Geschäftsführerin Mag.a Elvira Czech.
Konkret heißt das: Nach einer Knieoperation sind Patient*innen durchschnittlich nach drei Tagen wieder mobil, nach einem Hüftgelenkersatz oft schon nach zwei Tagen selbstständig entlassungsfähig. Rund 30 Prozent der orthopädischen Eingriffe werden mittlerweile tagesklinisch durchgeführt.
Neues Therapiezentrum gegen chronische Schmerzen
Ende 2025 eröffnete im Rabenhof das Therapiezentrum chronischer Schmerz (TCS) als ambulante Versorgungseinheit. Hier arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen, Pflegepersonen, Psychologinnen, Diätologinnen sowie Physio- und Ergotherapeutinnen eng zusammen.
Der multimodale Therapieansatz kombiniert medizinische, psychologische und physiotherapeutische Behandlungen mit Entspannungsverfahren, Biofeedback, Akupunktur, Yoga und sogar Virtual-Reality-gestützten Therapien. Die Terminvergabe erfolgt über die Gesundheitshotline 1450.
Alle Behandlungen werden auf e-card durchgeführt und von der Stadt Wien mitfinanziert.
Digital vor ambulant vor stationär
Auch in Sachen Digitalisierung nimmt das Haus eine Vorreiterrolle ein. Besonders das telemedizinische Angebot des Schlaflabors setzt Maßstäbe: Von der Terminbuchung über Diagnostik und Befundübermittlung bis zum Telemonitoring läuft alles digital.
Patient*innen der Vinzenz Gruppe haben rund um die Uhr Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten – über die App „Hallo Gesundheit“. Dort sind auch Daten aus der elektronischen Gesundheitsakte ELGA wie Röntgen-, MRT- oder Ultraschallbefunde sowie der Impfstatus abrufbar.
Spezialambulanz für Rheuma-Patient*innen
Seit Anfang 2025 bietet das Herz-Jesu Krankenhaus zudem eine Spezialambulanz für Menschen mit Rheuma und damit verbundenen Erkrankungen, etwa interstitiellen Lungenerkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik Floridsdorf wird eine interdisziplinäre Betreuung sichergestellt.

©Herz-Jesu Krankenhaus