Zum 18. Mal zeigten Hobbygärtner bei „Blühendes Zuhause“, wie prächtig Wiens Gärten, Balkone und grüne Oasen sind. Jetzt stehen die Sieger fest und diese wurden im Rathaus geehrt.
Rund 700 Teilnehmer folgten heuer dem Aufruf und reichten ihre Fotos beim Wettbewerb „Blühendes Zuhause“ ein. Auszeichnungen gab es in den Kategorien „Insektenparadies“, „Naschplatzerl“, „Wilde Schönheit“ und „Klein, aber oho“. Zudem wurden die Einreichungen für ein Bezirksranking ausgewertet und jene Gemeindebauten ermittelt, aus denen die meisten Beiträge eingereicht wurden.
Mit viel Leidenschaft
„In Wien wird mit großer Leidenschaft gegartelt – und das ist in der ganzen Stadt spürbar. Die vielen kleinen und großen Grünoasen machen unsere Grätzl lebenswerter, schaffen Orte zum Wohlfühlen und verleihen unserer Stadt ihren ganz eigenen Charakter. Denn wer pflanzt, pflegt und gemeinsam gärtnert, gestaltet nicht nur das eigene Umfeld, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zu einem lebenswerten Miteinander“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.

Wie wichtig Grünflächen für den Gemeindebau sind, betont auch die interimistische Direktorin von Wiener Wohnen, Katharina Klement: „Wiener Wohnen pflegt insgesamt rund 610 Hektar Grünflächen sowie etwa 68.000 Bäume und eine Million Sträucher. Diese Grünflächen und Bäume tragen insbesondere im Sommer zur Abkühlung und zu einem besseren Mikroklima bei. Damit ist der Gemeindebau ein relevanter Teil der grünen Infrastruktur Wiens.“
Die Kategorien
Unter dem Vorsitz des beliebten Biogärtners Karl Ploberger ermittelte eine Fachjury die insgesamt 12 Gewinner in den vier Hauptkategorien. Ihnen wurden die Preise im Arkadenhof des Rathauses durch Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch übergeben.
„Insektenparadies“: Die Gewinner
In der Kategorie „Insektenparadies“ konnten all jene Fotos einreichen, die mit ihrer Begrünung wertvolle Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge & Co. schaffen und somit aktiv zur Artenvielfalt in Wien beitragen.
Gewonnen haben in dieser Kategorie:

Maria Alma Sheilla Dulay aus der Donaustadt bewirtschaftet sechs Baumscheiben. Bienen und Schmetterlinge erfreuen sich dort an Traubenhyazinthen, Schwertlilien, Goldlack und Fetthenne.
Philine Mitrea aus Margareten besitzt ihre große Dachterrasse zu einer wunderschönen Wohlfühloase für Mensch und Tier gemacht. Durch insektenfreundliche Pflanzen fühlen sich Bienen, Hummeln, Rosenkäfer und sogar Libellen wohl.

Dragana Radonjic Petrovic aus Meidling verwandelt ihre Terrasse in ein Insektenparadies. In der Grünoase ist ihr die Vielfalt und die Bienenfreundlichkeit wichtig.
„Naschplatzerl“: Die Gewinner
Grüne Paradise, die nicht nur schön aussehen, sondern auch zum Ernten und Genießen einladen, wurden in der Kategorie prämiert. Die Preisträger in dieser Kategorie:

Astrid Roenig aus Floridsdorf baut verschiedenste Tomatensorten, Feigen, Weintrauben, Kräuter, Rucola, Heidelbeeren und Physalis an. Ein Highlight ist der Kürbis, der ganz besonders gedeiht.

Auch Andrea Holzmeier aus Simmering zählt zu den Gewinnern in der Kategorie „Naschplatzerl“. In ihrem Garten wachsen Kräuter, Tomaten, Erdbeeren, Salate, Rettich und Paprika.

Michaela Dauchner aus dem Bezirk Landstraße bewirtschaftet seit zwei Jahren eine gemeinschaftliche Grünfläche in ihrem Gemeindebau. Sie setzt vor allem Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Rosmarin oder Basilikum an.
„Wilde Schönheit“: Die Gewinner
Hobbygärtner, die ihren Pflanzen bewusst freien Raum zur Entfaltung lassen, konnten ihre Beiträge in der Kategorie einreichen. Die Gewinner in dieser Kategorie:

Auf der Terrasse von Brigitte Patocka aus Liesing wächst eine Vielfalt an Pflanzen und sogar Bäume. Vom Apfel- über den Feigen- bis zum Wildkirschenbaum ist alles zu finden.

Petra Schwab aus der Donaustadt bewirtschaftet ihren Garten nach dem Motto „Wir schauen, was sich entwickelt“. Ihre Grünoase ist eine Mischung aus einem gepflegten Garten und einer Wildnis.

Ebenfalls gewonnen hat Martina Fürst-Neumann aus Margareten. Ihre Gartl-Geschichte begann mit Blumentöpfen. Mittlerweile ist in ihrer gemeinschaftlichen Grünfläche eine tolle Grünoase entstanden.
„Klein, aber oho“: Die Gewinner
In dieser Kategorie waren all jene Hobby-Gärtner gefragt, die kreative Lösungen auf wenig Platz finden und selbst kleinste Flächen nutzen. Die Preisträger in dieser Kategorie:

Renate Riedl aus Döbling hat sich auf kleinstem Raum eine Wohlfühloase geschaffen. Ihr Balkon wird den ganzen Sommer genutzt – zum Entspannen, aber auch zum Garteln.

Im wunderschönen Indoor-Garten von Claudia Mac Giolla Cathain aus Favoriten wachsen und gedeihen Orchideen, Kakteen und Sukkulenten.

Damirel Alic aus Wieden ist schon seit Jahren leidenschaftlicher Gärtner und liebt Pflanzen.
Neu in diesem Jahr: Der Gemeindebau-Preis
Um noch mehr Bewohner des Wiener Gemeindebaus für den Wettbewerb zu begeistern, wurde in diesem Jahr erstmals ein eigener Gemeindebau-Preis vergeben. Die Teilnehmer gaben an, in welchem Gemeindebau sie wohnen. Damit floss jede Einreichung in die Wertung des jeweiligen Wohnbaus ein – unabhängig von der Kategorie. Gesucht wurden jene Gemeindebauten, deren Bewohner mit ihren Einreichungen besonders viel Begeisterung fürs Gartln zeigen.
Folgende Gemeindebauten konnten mit den meisten Einreichungen aufwarten: Per-Albin-Hansson-Siedlung (1100 Wien), Willi-Liwanec-Hof (1150), Landstraßer Hauptstraße 173-175 (1030 Wien).
Gartlbegeisterung in den Bezirken
Auch die Wiener Gemeindebezirke traten im Rahmen des Wettbewerbs gegeneinander an. Entscheidend war dabei die Anzahl der eingereichten Beiträge. Besonders eifrig waren die Hobbygärtner in der Donaustadt (22. Bezirk), dahinter folgten Favoriten (10. Bezirk) und Floridsdorf (21. Bezirk).
Die Gewinner durften sich über Gutscheine und Sachpreise von Bank Austria, OBI und CEWE sowie über den Garten-Kalender von Karl Ploberger freuen.

