Mehr Wissen, bessere Betreuung und Beratung auf Krankenschein: Anlässlich des Welt-Menopausetags am 18. Oktober fordert das Portal Wechselweise.net mehr Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren.
Gut durch den Wechsel
Die Wechseljahre gehören zum Leben. Trotzdem fühlen sich viele Frauen mit ihren Fragen und Beschwerden allein gelassen. Das Online-Portal Wechselweise.net nimmt den internationalen Tag der Menopause zum Anlass, drei konkrete Verbesserungen einzufordern: mehr praktische Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte, einen nachvollziehbaren Qualifikationsnachweis und Hormonsprechstunden als Kassenleistung.

„Unser Anliegen mit Wechselweise.net und dem MenoDay-Event ist es, dieses Wissen allen Frauen gut verständlich zugänglich zu machen.“
…erklärt Gründerin Veronika Pelikan. Doch damit aus Information auch eine gute Versorgung wird, brauche es passende medizinische Angebote.
Mehr Wissen in den Ordinationen
Die Wechseljahre sollten in der medizinischen Ausbildung stärker verankert werden, fordert das Portal. Angehende Frauenärztinnen und Frauenärzte bräuchten mehr praktische Erfahrung im Umgang mit Wechselbeschwerden. Hormonambulanzen an den Medizinischen Universitäten könnten dafür einen wichtigen Beitrag leisten.
Auch andere Fachrichtungen seien gefragt: Frauen wenden sich mit ihren Beschwerden etwa an Ordinationen für Innere Medizin, Orthopädie oder Neurologie. Deshalb brauche es einen Blick auf die gesamte Gesundheit und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten.
Kompetenz sichtbar machen
Wer kennt sich mit Wechseljahresbeschwerden besonders gut aus? Diese Frage ist für betroffene Frauen oft schwer zu beantworten. Ein Diplom oder ein vergleichbarer Ausbildungsnachweis soll künftig Orientierung geben, so eine weitere Forderung. Darauf aufbauende Verzeichnisse könnten die Suche nach qualifizierten Ansprechpersonen erleichtern.
Wie dringend das gebraucht werde, zeigten Rückmeldungen an die Wechselweise-Redaktion: Frauen berichten dort immer wieder, dass sie mit ihren Beschwerden nicht ausreichend gehört oder unterstützt werden.
Beratung auf Krankenschein
Die dritte Forderung betrifft die Kosten. Eine ausführliche Beratung braucht Zeit – und diese müsse auch im Kassensystem vorgesehen und entsprechend bezahlt werden. Wechselweise.net setzt sich deshalb für Hormonsprechstunden als Kassenleistung ein. Kompetente Begleitung dürfe nicht davon abhängen, ob sich eine Frau private Beratung leisten kann.
Austausch in Wien
Wie eine bessere Versorgung gelingen kann, ist auch Thema beim Wechselweise MenoDay am 18. Oktober in Wien. Veronika Pelikan diskutiert dazu mit Professorin Petra Stute und Hormonexperten Professor Johannes Huber.
Das Anliegen dahinter: die Wechseljahre als natürlichen Lebensabschnitt verstehen, offen darüber sprechen und Frauen bei Bedarf medizinisch gut begleiten.
Weitere Informationen: www.wechselweise.net und www.wechselweise.net/menoday.

