Gerade jetzt, in der Übergangszeit Richtung Frühling, geht es weniger um radikale Neustarts als vielmehr darum, den Körper besser zu verstehen. „Der Organismus stellt nicht von heute auf morgen um“, erklärt Mag. pharm. Dr. Agnieszka Magg, Apothekerin und Mitgründerin von BerBerSan. Sanfte Unterstützung statt zusätzlicher Stress – das sei jetzt das Thema.

Leber und Galle: Die stillen Arbeiter im Hintergrund

Der heurige Winter war in Österreich geprägt von längeren Kälteperioden und wenig Sonnenstunden. Das wirkt sich auch auf den Stoffwechsel aus: Viele Prozesse laufen langsamer, der Körper schaltet auf „Erhaltung“ statt „Aktivierung“.

Besonders Leber und Galle sind in dieser Zeit gefordert. Sie steuern zentrale Stoffwechselprozesse, verarbeiten Fette und Nährstoffe und tragen wesentlich dazu bei, dass der Körper wieder in Balance kommt. „Wenn diese Systeme über längere Zeit belastet sind, äußert sich das häufig unspezifisch – etwa durch Trägheit, Druckgefühl oder Verdauungsbeschwerden“, so Magg.

Frühling als Zeit der Leberpflege

Dass der Frühling traditionell mit der Leber in Verbindung gebracht wird, ist laut Magg kein Zufall. Sowohl in der europäischen Naturheilkunde als auch in traditionellen Medizinsystemen gilt diese Jahreszeit als Phase der Aktivierung.

Nach Monaten, in denen der Körper eher auf Sparflamme läuft, beginnt er jetzt wieder hochzufahren. Und genau dabei stehen jene Organe im Mittelpunkt, die für Verdauung und Entgiftung verantwortlich sind.

Bitter: Der vergessene Geschmack

Ein spannender Punkt dabei: Bitterstoffe.

„Bitterstoffe spielen im menschlichen Körper eine signalgebende Rolle“, erklärt die Apothekerin. Der bittere Geschmack ist demnach kein Zufall, sondern ein Reiz, der den Körper frühzeitig auf Nahrungsaufnahme vorbereitet. Über spezielle Rezeptoren im Mund und im Magen-Darm-Trakt werden Verdauungsprozesse angestoßen, Verdauungssäfte gefördert und das Zusammenspiel von Leber und Galle unterstützt.

Das Problem: Bitter ist in unserer Ernährung fast verschwunden. Viele Lebensmittel wurden über Jahrzehnte bewusst auf süß und mild optimiert – von gesüßten Joghurts über Müslis bis hin zu Fruchtsäften. „Viele unterschätzen, wie stark der Geschmackssinn – und damit auch Verdauungsprozesse – durch diese Entwicklung beeinflusst werden“, warnt Magg.

Berberin rückt in den Fokus

Ein Bitterstoff, der aktuell verstärkt Aufmerksamkeit bekommt, ist Berberin. Dieser pflanzliche Inhaltsstoff kommt unter anderem in der Berberitze vor – einer traditionsreichen Heilpflanze mit leuchtend roten Früchten, die seit jeher für ihre Bitterstoffe bekannt ist.

„Berberin ist kein Lifestyle-Supplement, sondern ein gut untersuchter Naturstoff, der im Zusammenhang mit Leber-, Gallen- und Stoffwechselprozessen steht“, betont Magg.

Mit „Berberstin“ hat BerBerSan nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen weltweit ein flüssiges Berberinpräparat entwickelt – bewusst nicht als Kapsel, sondern als Rezeptur aus kaltgepressten Berberitzenfrüchten. Der Vorteil: Der bittere Geschmack kommt früh in Kontakt mit den Sinnesrezeptoren – und kann damit bereits über sensorische Reize Verdauungsprozesse anstoßen.

Wichtig dabei: Das Präparat versteht sich als begleitende Unterstützung, etwa bei erhöhten Leber- oder Cholesterinwerten – nicht als Ersatz für ärztliche Abklärung oder Lebensstilveränderungen.

Aus der Praxis entstanden: BerBerSan aus Schladming

Gegründet wurde BerBerSan von Apothekerin Agnieszka Magg gemeinsam mit dem Internisten Dr. Babak Bahadori und Mitgründer Bernhard Sikora. Der Anstoß kam aus dem Arbeitsalltag: Viele Menschen wünschen sich eine fundierte, natürliche Unterstützung, ohne sofort zu Medikamenten greifen zu wollen.

Der konkrete Impuls zur Entwicklung entstand aus einem Praxisfall: Ein Patient litt unter chronischem Hautjuckreiz und hatte trotz zahlreicher schulmedizinischer Therapien keine nachhaltige Besserung. Erst als Leber und Galle stärker in den Fokus rückten, wurden neue Ansätze geprüft – unter anderem aus der persischen Medizin, wo die Berberitze seit Jahrhunderten bekannt ist.

„Nicht jede Lösung muss neu erfunden werden. Manchmal braucht es nur einen anderen Blick auf bewährte Pflanzenstoffe.“

…so Magg.

Produziert wird in Schladming, mit Fokus auf Transparenz, wissenschaftliche Einordnung und bewusst reduzierter Produktpalette. Das Motto: Qualität vor Quantität – und eine sanfte Begleitung des Körpers, gerade in Übergangsphasen wie jetzt.

Fazit: Sanft statt radikal

Wer sich nach dem Winter noch müde, träge oder „nicht ganz in Balance“ fühlt, ist damit nicht allein. Der Körper braucht Zeit – und manchmal auch kleine Impulse, um wieder in Schwung zu kommen. Bitterstoffe wie Berberin könnten dabei eine Rolle spielen.

Und vielleicht ist es ja gerade jetzt der richtige Moment, dem eigenen Körper ein bisschen genauer zuzuhören – statt ihn gleich mit dem nächsten „Neustart“ zu überfordern.

 

Agnieszka Magg

Agnieszka Magg | ©Manfred Baumann