Währing wehrt sich

Bürger demonstrieren gegen Aumannplatz-Projekt

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Der chaotische Umbau des Aumannplatzes wird durch ein überaus umstrittenes Projekt sogar noch getoppt. Eine Petition gegen das Projekt hat bereits die Marke von 2000 Unterschriften überschritten. Und nun ist dort am 10. September von 7 bis 9 Uhr sogar eine Bürger-Demonstration geplant.

In der Bezirksvertretung und im Rathaus schrillen bereits die Alarmglocken. Die Währinger wollen sich nämlich die „Zwangsbelückungen“ durch die grüne Bezirksvorsteherin nicht mehr länger gefallen lassen. Die Schaffung einer Füßgängerzone anstelle der Währinger Straße, unmittelbar neben der Anlage des Liebermann-Parks, wird nicht nur als Kriegserklärung gegen das Auto gesehen, weil  wieder eine erhebliche Anzahl von Parkplätzen wegfallen würde. Auch die Zufahrt zu den dort bestehenden Geschäftslokalen (darunter eine Apotheke, das neue Sanitätshaus „Orthoproban“ und Arztordinationen) würde dann nicht mehr möglich sein, wie der Organisator der überparteilichen Demonstration Thomas Sigwald erklärt. Kurz-Parkmöglichkeiten für Kunden und Patienten gibt es nämlich auch in der Umgebung keine.

Planungsfehler

Die geplante Umleitung aller Verkehrsströme in die Gentzgasse würde zwei weitere Gefahren bringen: einerseits das höhere Staurisiko durch die hintereinander zuckelnden Autos und Öffis (bis zu 24 pro Stunde), andererseits höhere Unfallgefahren für Schüler und Fußgänger an der dann sehr verkehrsreichen Einmündung der Türkenschanzstraße, wie dies der erfolgreiche Petitions-Initiator und Lehrer am Marianum Dieter Granser schildert. Auch die dann laut Planung verunmöglichte Zufahrt in die weiterführende Gentzgasse wird das Chaos verstärken.  Diese Zufahrt teilt derzeit die Verkehrsströme in Richtung Döbling und Gürtel sowie jene Fahrzeuge, die in Richtung Innenstadt und Westrgürtel unterwegs sind. Dies entlastet derzeit noch die Währinger Straße.

Radler-Clou

Die Radverbindung von Pötzleinsdorf bis zum Gürtel wird zwar über den Radweg in der Währinger Straße weiter über die Klostergasse zur Schulgasse geführt, der Bereich der neuen Fußgängerzone wäre aber mit „ausgenommen Radfahren” gekennzeichnet und so für Radler nutzbar. Die „Flaniermöglichkeit“ der Fußgänger und die Besuche in der Apotheke oder im Sanitätshause sowie in den Ordinationen würden für die Gehbehinderten erheblich eingeschränkt. Und auch die lauschigen Schanigärten wären mit den Radfahrern und Skateboardern alles andere als lauschig.

Coattage-Protest

Die Projektgegner erhalten derzeit auch stattliche Unterstützung durch die Bewohner der Cottage und Mitglieder des gleichnamigen Vereines. Dort befürchtet man, dass Autofahrer, die aus Pötzleinsdorf kommen, dann schon beim Türkenschanzplatz in die Hasenauerstraße   einbiegen, um dem Staubereich in der Währinger Straße und der Gentzgasse zu entkommen. Für die Cottage-Bewohner wäre dies eine zusätzlich Belastung, die sie nicht hinnehmen wollen.

Verkehrskonzept Aumannplatz
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