Die prächtige Salzburger Fichte – gewachsen in Bundesforste-Wäldern im Rauriser Tal – war von 6. November 2025 bis 6. Jänner 2026 das strahlende Herzstück des Weihnachtsmarktes Schloss Schönbrunn. Mit rund 2.000 umweltfreundlichen LED-Lichtern und unzähligen Kugeln geschmückt, bildete sie gemeinsam mit dem Sternentor die wohl meistfotografierte Kulisse im Ehrenhof. Doch statt einer einfachen Entsorgung wartete auf den Baum eine zweite, weitaus lebhaftere Verwendung.

Bereits in den frühen Morgenstunden griffen die Forstexperten der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) zur Motorsäge, um die 18 Meter hohe Fichte fachgerecht zu fällen und von den Ästen zu befreien. Rund zwei Stunden später landete sie direkt in der Anlage der Afrikanischen Elefanten des Tiergarten Schönbrunn. Dazu Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck: „Wir legen großen Wert darauf, unsere Elefanten tiergerecht zu umsorgen. Dazu gehört auch eine entsprechende Beschäftigung, die wir durch tägliches Training, das Verstecken von Futter und weitere Maßnahmen sicherstellen. Der Christbaum ist jedes Jahr ein besonderes Highlight für unsere mittlerweile sechsköpfige Herde und stellt für diese eine willkommene Überraschung dar.“

Besonders für den jüngsten Elefanten-Nachwuchs des vergangenen Jahres war die Ankunft des Baumes ein echtes Highlight. Neugierig wurde die Fichte mit dem Rüssel untersucht, geschubst und beharrlich bearbeitet. Der Baum dient den Tieren nicht nur als Snack, sondern auch als lang anhaltende Beschäftigung.

Auch Wildtiere freuen sich

Nicht nur die imposante Fichte, auch die kleineren, einst festlich geschmückten Nadelbäume, die den Weihnachtsmarkt Schloss Schönbrunn umrahmten, setzen ihre Reise fort. 60 Tannen, die während der Adventzeit den Weihnachtsmarkt Schloss Schönbrunn zierten, wurden an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI), der Veterinärmedizinischen Universität Wien am Wilhelminenberg übergeben. Dort finden die Hirsche und andere Wildtiere der Forschungseinrichtung großen Gefallen an den Bäumen, die als Futter und Spielmaterial dienen.

Wildtiere freuen sich über gespendete Weihnachtsbäume © Imperial Markets

Wildtiere freuen sich über gespendete Weihnachtsbäume © Imperial Markets

Diese 60 Nadelbäume kamen dieses Jahr wieder aus dem südlichen Waldviertel, direkt vom Jauerling, vor das Schloss Schönbrunn. Josef Reithner, Obmann der Niederösterreichischen Christbaumbauern selbst, war für die diesjährige Charge verantwortlich und bei der Übergabe persönlich an die Forschungseinrichtung dabei.