Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat bundesweit über 13.000 Bahn-Fahrgäste befragt, wie sie die Bahnhöfe bewerten. Das Ergebnis: der Westbahnhof rangiert im Ranking der großen Städte auf Platz zwei, der Hauptbahnhof wurde als „schönster Bahnhof“ gekürt.
Im VCÖ-Bahnhofstext 2026 wurden zahlreiche Bahnhöfe nach 16 unterschiedlichen Kriterien bewertet. Darunter fallen Witterungsschutz, Wartebereiche, WC- und Sanitäranlagen sowie die gute Erreichbarkeit, das Informationsangebot und die Ausstattung mit Ticketautomaten.
Mobilitätsdrehscheiben
“Bahnhöfe sind mehr als Haltestellen. Sie sind Aushängeschild und Visitenkarte der Bahn und zudem zentrale Mobilitätsdrehscheiben jeder Region. Umso wichtiger ist, dass sie eine hohe Qualität haben”, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.
St. Pölten am besten
Unter den großen Bahnhöfen Wiens und der Landeshauptstädte wurde jener von St.Pölten am „besten“ bewertet, gefolgt vom Wiener Westbahnhof und dem Grazer Hauptbahnhof. Auf Rang vier landete der Wiener Hauptbahnhof, der allerdings von den befragten Fahrgästen als „schönster“ Bahnhof Österreichs gekürt wurde, vor dem Salzburger Hauptbahnhof und dem Wiener Westbahnhof.

Unter den „besten“ Bahnhöfen landete Wien-Meidling auf Platz 9; dort wünschen sich aber viele Fahrgäste eine Verbesserung der Sauberkeit und der WC- und Sanitäranlagen. Auf dem letzten Rang dieser Liste landete der Bahnhof Bregenz.
Auch Lienz, Mariazell Spitze
Unter den besten größeren Bahnhöfe außerhalb Wiens und der Landeshauptstädte liegt jener von Lienz auf Platz 1, jener von Feldkirch bei den „schönsten“. Und den Top-Rang unter den kleinen Bahnhöfen hält Mariazell.
Wunschliste der Bahngäste
82 Prozent der Wiener Fahrgäste sind mit ihrem Einstiegsbahnhof zufrieden. Den größten Verbesserungsbedarf sehen sie bei Witterungsschutz und Wartebereich (30 Prozent unzufrieden) sowie bei den WC- und Sanitäranlagen (54 Prozent unzufrieden).

59 Prozent kamen mit Öffis
Unter den Wienern gaben 59 Prozent an, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zum Bahnhof gelangt zu sein – das ist der weitaus höchste Wert in ganz Österreich! 21 Prozent kamen zu Fuß, sechs Prozent mit dem Fahrrad.

