Die VS Tesarekplatz 4 liegt am Naherholungsgebiet Wienerberg. Aktuell umfasst sie 12 Bildungsräume auf zwei Hauptgeschossen. Doch das soll sich ändern. Bildung braucht mehr Platz, und den bekommt sie hier. Kürzlich erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung. Ziel ist der Ausbau zur 22-klassigen Pflichtschule mit schulischer Ganztagsbetreuung. „Davon profitieren Kinder, die unsere Zukunft sind, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer, die ein ansprechendes und motivierendes Arbeitsumfeld vorfinden“, so Bezirksvorsteher Marcus Franz.

Auf 3.800 m² entstehen momentan 11 neue Bildungsräume, darunter 4 I-Plus- bzw. SIP-Klassen. Der Zubau wird barrierefrei und die ökologische Bauweise und energieeffiziente Technik stellt eine nachhaltige und umweltfreundliche Nutzung sicher. Doch nicht nur die Schüler profitieren: Um eine Mehrfachnutzung, bspw. für den Breitensport im Bezirk, zu ermöglichen, wird der Bewegungsraum so konzipiert, dass er außerhalb der Schulzeiten von externen Nutzern verwendet werden kann. Ein separater Zugang von außen wird dafür baulich vorgesehen.

“Ich freue mich besonders, dass wir in Favoriten ein weiteres Beispiel dafür setzen, wie pädagogische Qualität, Barrierefreiheit und nachhaltiges Bauen zusammengehen“, betonte Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling während des Spatenstichs.

Nachhaltigkeit und Naturschutz

Auf dem Dach wird dafür eine Photovoltaikanlage installiert, während die Wärmeversorgung über die bestehende Fernwärmeleitung im Bestandstrakt erfolgt. Damit reduziert sich der ökologische Fußabdruck der Bildungseinrichtung ab Fertigstellung 2026 deutlich.

Der Zubau wird in Holzbauweise errichtet. Eine vorgehängte Fassade aus Lärchenholz sowie bodengebundene Fassadenbegrünungen sorgen dafür, dass das Gebäude sich harmonisch in die von Bäumen und natürlicher Landschaft geprägte Umgebung integriert und das Mikroklima verbessert.

Auch der Schutz des Naturraums hat bei diesem Projekt hohe Priorität: Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Landschaftsschutzgebiet Favoriten werden gezielte Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, darunter ein Amphibienschutzzaun vor Beginn der Wanderzeit sowie Ersatzpflanzungen zur Kompensation notwendiger Baumfällungen. Eine ökologische Fachbauaufsicht begleitet die Umsetzung während der Bauphase.