Es war eine Reise in die Vergangenheit: An der Ecke zur Penzinger Straße 132 war ein Tempelverein angesiedelt und betrieb bis 1938 einen Betraum. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Ort jüdischen Lebens brutal zerstört – Menschen aus dem Grätzl wurden deportiert und ermordet. Die Tafel erinnert an die Zeit und die betroffenen Bewohner.
Umfassende Forschung
Im Zuge eines Forschungsprojekts mit Unterstützung der VHS Penzing und der VHS Hietzing, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, dem Zukunftsfonds und dem Nationalfonds der Republik Österreich sowie der Bezirksvorstehung konnte die Geschichte sichtbar gemacht werden. Dafür spricht der Bezirk allen Beteiligten großen Dank aus.
Über Parteigrenzen hinweg
“Das Erinnern und Sichtbarmachen unserer Geschichte ist mir sehr wichtig. Über die Parteigrenzen hinweg sind wir uns da einig und unterstützen das Projekt der VHS Penzing zu jüdischem Leben im Bezirk”, so Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner. “Die heute enthüllte Tafel macht sichtbar, dass in der Penzinger Straße 132 ein jüdisches Bethaus war und dass Menschen deportiert und ermordet wurden. Was sichtbar ist, wird nicht so schnell vergessen,“ so Schüchner.

Die Gedenktafel in der Penzinger Straße erinnert an eine düstere Zeit (Bild: BV 14).