Herning (Dänemark) war eine Reise wert. Die drei Matches des österreichischen Handball-Nationalteams waren an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende steht ein 27:30 gegen Deutschland, ein 25:30 gegen Spanien und ein 26:25 gegen Serbien zu Buche. Macht Platz drei in der Tabelle hinter Deutschland und Spanien – und erspart sich in der nächsten WM-Quali eine Hürde im März.

Stolzer Teamchef

Denn das Team ist direkt für das WM-Play-off qualifiziert. Und die Bilanz fällt mehrheitlich positiv aus. “Ich bin unglaublich stolz und zufrieden. Es ist unglaublich, was die Jungs geleistet haben und wie sie arbeiten. Jeden Tag entwickeln wir uns weiter”, so Teamchef Iker Romero, selbst früher ein Weltstar im Handballsport. Und er schränkt ein: “Es tut natürlich richtig weh, dass wir gegen Serbien nicht höher gewinnen konnten.”

Nahe an den Großen

Ähnlich bilanziert Sportdirektor Patrick Fölser: “Wir haben vor dem Turnier bereits gesagt, das ist eine Monstergruppe. Wir konnten jeder Mannschaft in die Augen schauen. Es hat uns in den ersten beiden Spielen einfach ein bisschen was gefehlt auf einigen Positionen. Da müssen wir auf 100 Prozent sein, damit wir gegen alle bestehen können.”

Im Mai geht’s weiter

Das soll im Mai passieren, wenn es ins WM-Play-off geht. Die WM selbst findet von 13./14. – 31. Jänner 2027 in Deutschland statt. Die Paarungen fürs Play-off werden am 31. Jänner gelost. Österreich muss jetzt abwarten, ob man in der Endabrechnung unter den Top 16 landet. Damit würde man in Lostopf 1 kommen und zahlreichen Top-Nationen entgehen.

Österreichs Teamchef Iker Romero aus Spanien. Im zweiten Match prallte er auf sein Geburtsland (Bild: DIENER/Eva Manhart).

Österreichs Teamchef Iker Romero aus Spanien. Im zweiten Match prallte er auf sein Geburtsland (Bild: DIENER/Eva Manhart).