Leider tauchen sie immer wieder in Nachrichten auf: Unglückliche Verkehrsereignisse, bei denen Kinder in der dunklen Jahreszeit, bei Regen oder Nebel zu spät beim Überqueren der Straße von Autofahrer:innen erkannt wurden. Genau hier setzt die Aktion „Glühwürmchen“ an. Kindergarten- und Volksschulkinder lernen auf spielerische Weise, wie sie durch helle Kleidung und Reflektoren besser gesehen werden und damit ihre eigene Sicherheit im Straßenverkehr massiv erhöhen. Kürzlich auch in der Landstraßer Privatvolksschule St. Franziskus.

Glühwürmchen Glitzi und Henne Berta sind die Stars bei der Aufklärungs-Aktion. © KFV/APA-Fotoservice/Greindl
Glitzi und Berta vermitteln spielerisch Wissen
Die Stars der Aktion sind dabei zwei Handpuppen: das Glühwürmchen Glitzi und die Henne Berta. Sie erklären den Kindern anschaulich, wie sich „gesehen werden“ von „nicht gesehen werden“ unterscheidet. Mit den Glitzi, Berta, Bastelmaterial und praktischen Übungen verwandeln sich die jungen Teilnehmende schließlich in strahlende „Mini-Glühwürmchen“ auf Wiens Straßen.
Während dunkle Kleidung bei schlechten Sichtverhältnissen oft erst aus 20–30 Metern erkannt wird, sorgen helle Outfits und Reflektoren dafür, dass Autofahrer die Kinder bereits aus rund 150 Metern wahrnehmen. Verkehrsexperten schätzen, dass dadurch das Unfallrisiko um bis zu 50 Prozent sinken kann.

Bei Nebel oder Dämmerung sind dunkel gekleidete Personen erst aus 25 Meter Entfernung sichtbar. © KFV
Als „Mini-Glühwürmchen“ sichtbar unterwegs
Nach der kurzen Unterrichtseinheit werden die Kinder selbst aktiv. Mit Bastelmaterial aus dem „Glühwürmchen“-Koffer gestalten sie eigene Reflektoren, die sie im Alltag tragen können. So wird das Thema Sichtbarkeit nicht nur theoretisch vermittelt, sondern gleich praktisch erlebt.
Mit Glitzi, Berta, Bastelstunde und praktischen Übungen verwandeln sich die jungen Teilnehmende schließlich in strahlende „Mini-Glühwürmchen“ auf Wiens Straßen. Die Pädagog:innen der Schulen begleiten die Kinder dabei, sodass die Sicherheitstipps langfristig im Bewusstsein bleiben.

Schutzwesten und Reflektoren machen Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar. © ADAC
Mehr Bewusstsein für Sicherheit von klein auf
Die Aktion richtet sich an Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr und an Volksschulkinder der ersten Klasse. In kleinen Gruppen von maximal 12 Teilnehmenden lernen die Kinder alles, was sie für sicheres Verhalten im Straßenverkehr wissen müssen.
AUVA und KFV leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Unfallzahlen zu senken und die Kleinsten auf Wiens Straßen besser sichtbar zu machen. Familien in der Landstraße heißt das: ein Stück mehr Sicherheit auf dem Schulweg.