Erste Erfolge

Polizei macht Druck auf Döblings Jugendbanden

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Eine Schwerpunktaktion am Bahnhof Heiligenstadt sollte der Bevölkerung die Wirksamkeit der polizeilichen Arbeit gegen die Jugendbanden in Döbling vor Augen führen.

Erste Erfolge zeigt die konsequente Arbeit gegen Jugendkriminalität in Döbling. Nach Angaben des Innenministers konnten in Döbling zwölf Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ausgeforscht und angezeigt werden. Ihnen werden insgesamt 20 Raubdelikte, gefährliche Drohungen, Körperverletzungen sowie Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Die Tatorte lagen alle im Umfeld von Schulen und im Bereich des Bahnhofs Heiligenstadt.

Bezirksvorsteher Daniel Resch hat vor Monaten auf die zunehmende Probleme mit Jugendbanden im Bezirk aufmerksam gemacht und auch über das Wiener Bezirksblatt einen verstärkten Austausch mit Polizei und Schulen eingefordert:

„Wir dürfen bei Jugendbanden nicht wegschauen. Wenn Kinder und Jugendliche Angst haben müssen, auf dem Weg zur Schule oder am Bahnhof Opfer von Gewalt oder Raub zu werden, dann muss die Politik handeln.“

Intensivtäter

In direkten Gesprächen mit Innenminister Gerhard Karner und dem Wiener Landespolizeivizepräsidenten Dieter Csefan wurden Strategien gegen die Jugendkriminalität entwickelt und Schwerpunktaktionen an den bekannten Hotspots festgelegt. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Raub- und Gewaltdelikte sowie das Auftreten von teils noch strafunmündigen Intensivtätern. Nun zeigt sich: Die Maßnahmen greifen und einige der Jugendlichen über 14 Jahren müssen bereits Haftstrafen verbüßen.

Eltern überfordert

Auch bei einer aktuellen Schwerpunktaktion am Bahnhof Heiligenstadt waren am 10. September mehr als 30 Polizistinnen und Polizisten verschiedener Einheiten im Einsatz. Der hohe Kontrolldruck soll an den Wiener Hotspots weiter aufrechterhalten werden. Wie Minister Karner mitteilte, gab es bereits über 100.000 Kontrollen in Österreich. Die Hälfte davon in Wien. 1.600 Personen wurden festgenommen, 1.400 davon in Wien. Mit Anzeigen, Erziehern der MA 11und direkten Kontakten mit den Eltern der meist jugendlichen Verdächtigen wird versucht das Problem zu lösen. Bei 70 Prozent der Strafunmündigen funktioniert das auch. Beim Rest sagen sogar die Eltern:

„Sperrt sie ein! Wir werden mit ihnen einfach nicht mehr fertig!“

Zur Forderung von einigen Politikern und Organisationen, wonach die Strafmündigkeit auf 12 Jahre herabgesetzt werden soll, antwortet der Innenminister:

„Das steht leider nicht im Regierungsübereinkommen!“

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