Wer Kultur nicht nur konsumieren, sondern erleben, hinterfragen und diskutieren will, ist hier richtig. Das Jännerprogramm der Hauptbücherei Wien spannt den Bogen von europäischem Kino über große Literaturklassiker bis hin zu brennenden Fragen unserer Gegenwart – klug kuratiert, hochkarätig besetzt und offen für alle, die neugierig geblieben sind.

Kleine schmutzige Briefe © STUDIOCANAL / Parisa Taghizadeh / Des Willie

Bissige Gesellschaftskomödie: „Kleine schmutzige Briefe“. © STUDIOCANAL/Parisa Taghizadeh/Des Willie

Kino für den Kopf zum Diskutieren

Mit der Filmreihe EU XXL startet der Jänner gleich mit cineastischer Tiefe. Am 7. Jänner (19 Uhr, Anmeldung) macht Petra Volpes neues Drama „Heldin“ den fordernden Alltag der Pflege sichtbar – eindringlich gespielt von Leonie Benesch und diskutiert mit Pflegepolitik-Experte Florian Kirschner.

Am 21. Jänner (19 Uhr, Anmeldung) folgt „Kleine schmutzige Briefe“, eine ebenso kluge wie bissige Gesellschaftskomödie nach wahrer Geschichte. STANDARD-Redakteurin Beate Hausbichler bringt dabei eine feministische und medienkritische Perspektive ein. Kino wird hier zum Ausgangspunkt für Debatten, die weit über den Abspann hinausreichen.

Schnee von morgen ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wintersport in Zeiten der Klimakrise. © Anton Pustet Verlag

Laura Anningers „Schnee von morgen“: Wintersport in Zeiten der Klimakrise. © Anton Pustet Verlag

Literatur im Dialog zum Nachdenken

Literarisch setzt der Jänner auf Austausch. Beim beliebten Tea for three (8. Jänner,19.30 Uhr, Anmeldung) diskutieren Daniela Strigl und Klaus Nüchtern gemeinsam mit Sabina Zeithammer Jane Austens „Emma“ – zeitlos, pointiert und überraschend aktuell.

Politisch scharf analysieren Susanne Götze und Annika Joeres Europas Sicherheitsillusionen bei der Buchpräsentation von „Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl & Gas erpressbar macht.“ (16. Jänner, 19 Uhr, Anmeldung).

Auch im Fokus des Klimawandels liegt Laura Anningers Buch Schnee von morgen. Aus der (weiße) Traum? Die Zukunft des Wintersports in Österreich“. Sie spürt der Zukunft des Wintersports aktenreich, kritisch und dennoch hoffnungsvoll nach (20. Jänner, 19 Uhr, Anmeldung).

Studierende der Musik Uni Wien musizieren bei den Library Concerts. ©-Library-Concerts

Studierende der Universität für Musik treten bei den Library Concerts auf. © Library Concerts

Konzertklänge und Buchdesign

Auch jenseits des Wortes öffnet die Hauptbücherei Räume: Die Library Concerts der Universität für Musik laden zu intimen Musikerlebnissen im Vinylcorner (13. Jänner, 16-17 Uhr). Gestalterische Exzellenz zeigt die Ausstellung „Die schönsten Bücher aus sieben Nationen“, die bis 21. Februar in der Hauptbücherei zu sehen ist. Ergänzt wird die Schau durch ein Buchgespräch zu modernen Märchenbildern aus Slowenien am 27. Jänner (ab 19 Uhr, Anmeldung).

Der Kick-off-Event zum Black History Month findet am 30. Jänner statt.

Der Kick-off-Event zum Black History Month findet am 30. Jänner statt. © blackaustria.info

Digitalität und Black History Month

Wer über digitale Öffentlichkeit nachdenken möchte, ist bei digilog richtig (28. Jänner, 11.15 Uhr, Anmeldung). Monatlich tauschen sich Teilnehmer jeden Alters zu wechselnden Themen aus dem digitalen Raum aus. Kommende Themen: Wie beeinflussen soziale Medien unsere Wahrnehmung? Wie funktioniert Öffentlichkeit und Meinungsbildung in der digitalen Welt?

Der Black History Month 2026 startet mit einem Kick-off-Event am 30. Jänner (19-20.30 Uhr, Anmeldung) organisiert von fresh Magazin, freshVibes Radio und blackaustria.info. Dabei wird ein Blick auf Geschichte, Gegenwart und Community gerichtet und der Eventkalender für diverse Veranstaltungen präsentiert.

buechereien.wien.gv.at