„Es sind die Menschen, die die besondere Atmosphäre der Kaffeehäuser ausmachen.“
…betonte Wolfgang Binder. Genau dieses Flair sei in jeder Ecke der Hofburg spürbar gewesen.
Ein Ballmotto mit Geschichte
Das diesjährige Motto war eine bewusste Verneigung vor den Künstler:innen und Architekt:innen, die die klassische Kaffeehausästhetik geprägt haben – viele von ihnen eng verbunden mit den Wiener Werkstätten. Ein besonderes Detail: Das Ballplakat zeigte ein Muster aus dem Café Sperl, gestaltet 1926 von Reinhold Völkel – ein Motiv, das heuer sein 100-jähriges Jubiläum feiert.
Ballorganisatorin Anna Karnitscher betonte: „Die Sehnsucht nach Gemütlichkeit ist heute größer denn je – und genau dieses Lebensgefühl trugen wir in die Hofburg.“
Julius Meinl Lounge
Vor dem offiziellen Start des Balls lud der traditionelle Partner Julius Meinl erstmals wieder zum exklusiven VIP-Empfang in der Julius Meinl Lounge in der prunkvollen Wiener Hofburg. In stilvollem Ambiente stimmten sich geladene Gäste aus Kultur, Gastronomie und Medien auf den Abend ein – ganz im Zeichen des Ballmottos „Wiener Kaffeehauskultur – Die Kunst der Gemütlichkeit“. Die Lounge bot Raum für Begegnungen und Gespräche, bei denen klassischer Espresso ebenso im Mittelpunkt stand wie moderne Interpretationen rund um Kaffee und Tee. Familienmitglied Christina Meinl und Christoph Rosner, Geschäftsführer von Julius Meinl Österreich, betonten die Bedeutung des Kaffees als verbindendes Element und die Rolle des Balls als Bühne für Tradition und zeitgemäße Impulse der Wiener Kaffeehauskultur. Zudem übernahm Julius Meinl auch heuer wieder die Patenschaft für die Kunst-Damenspende, deren kunstvoll gestalteter Fächer zu einem der begehrtesten Sammlerstücke des Abends avancierte
Unter den VIP-Gästen: Christina Meinl, Familienmitglied in 5. Generation, Christoph Rosner, Geschäftsführer Julius Meinl Österreich, Doris und Franz Felber (Inhaber Bäckereikette Felber), Clemens Unterreiner (Opernsänger), Virginia Ernst (Content Creator:in), Leo Jindrak (Konditormeister in 4. Generation und Wahrer der originalen Linzertorte), Josef Sigl (Eigentümer der Trumer Privatbrauerei in 8. Generation), Julia Schloss (Digital Creator), Nina Himmelreich (Digital Creator).

Virgina Ernst und Marcel Löffler | ©Katharina Schiffl
Eröffnung mit Zeitreise in die 1920er
Fulminant startete der Ball mit einem Opening, das musikalisch in die 1920er Jahre entführte. Im Zentrum stand der Tango – als Modetanz jener Zeit und als emotionale Brücke zwischen Eleganz und Leidenschaft.
Eine Besonderheit: Die Neuschöpfung „Tango goes electronic“ des internationalen Komponisten und Bandoneonisten Miloš Todorovski. Gemeinsam mit Christof Cremer und Lukas Gaudernak entstand ein Werk, das klassischen Tango mit Electronics verband. Die Balletteinlage wurde von Mitgliedern des Wiener Staatsopernballetts getanzt – angeführt von Halbsolistin Natalya Butchko.
Traditionelle Eröffnung durch Elmayer
Das Jungdamen- und Herrenkomitee sowie die Walzerformation der Tanzschule Elmayer setzten mit den Strauss-Walzern „Die Gemütlichen“ und „Künstlerleben“ den klassischen Höhepunkt der Eröffnung. Begleitet wurden sie vom Wiener Opernballorchester unter der Leitung von Laszlo Gyüker.
Mitternacht: Tango für Herz und Tanzschuhe
Auch die Mitternachtseinlage stand ganz im Zeichen des Tangos. Todorovski und Sängerin Ivana Ecetová präsentierten ein vielseitiges Programm – von Tango-Klassikern bis zu modernen Crossover-Bearbeitungen bekannter Popsongs und klassischer Werke.
Und das Beste: Danach durfte gleich weitergetanzt werden.
Late-Night: ESC-Stimmung in der Hofburg
Weil Wien 2026 Gastgeberstadt des Eurovision Song Contest sein wird, schenkten die Bad Powells der ESC-Community ein musikalisches Willkommen. Als „Tribute to ESC“ brachten sie den Festsaal mit legendären ESC-Hits zum Beben – ein Höhepunkt für alle Nachtschwärmer:innen.
Neuer Tanzbereich: Latin Dancefloor im Schatzkammersaal
Erstmals wurde der Schatzkammersaal zum Salsa-Hotspot. Die Band KUARE Salsa und die Sängerinnen Luisón de Armas und Laura Aya sorgten gemeinsam mit Salsa-DJ Lorenzo für rhythmische Leidenschaft bis 4:30 Uhr früh. Professionelle Tänzer:innen gaben zudem Tipps – ein neues Highlight, das sofort zum Publikumsliebling wurde.
Hollywood-Palace: Glamour im Art-déco-Stil
Im Zeremoniensaal wartete erneut der beliebte „Hollywood-Palace“. Béla Fischer präsentierte exklusive Arrangements legendärer amerikanischer Komponisten wie Cole Porter und George Gershwin. Die glamourösen Art-déco-Videoanimationen verwandelten den Saal in eine Szene wie aus „The Great Gatsby“, begleitet von den Stimmen der Volksopernstars Julia Koci und Christiana Uikiza.
Party nonstop: Ö3-Balldisco
Ab 22 Uhr sorgte Ö3 im Forum für Partystimmung, später verstärkt durch die Bad Powells. Elegant im Abendkleid oder im Frack – getanzt wurde, was das Parkett hergab.
Künstlerische Gesamtleitung
Für die Inszenierung und das künstlerische Gesamtkonzept zeichnete erneut Christof Cremer verantwortlich – und prägte einen Ball, der Tradition, Kunst und moderne Akzente auf besondere Weise vereinte.

Bundesminister Peter Hanke mit Ehefrau Sabine Hanke und Petra Binder mit KR Wolfgang Binder | ©Andi Bruckner

Sıla Şahin-Radlinger | ©Andreas Tischler

Christof Cremer , Teresa_Vogl und KR Wolfgang Binder | ©Andi Bruckner

Virginia Ernst | ©Andreas Tischler