Mit rund 121.000 Besucher*innen konnte das KunstHausWien 2025 sein Profil als Hotspot für zeitgenössische Kunst mit ökologischem Fokus stärken. Ausstellungen wie Antimatter Factory von Mika Rottenberg oder die noch laufende Schau Normale Katastrophe von Julius von Bismarck sorgten für viel Aufmerksamkeit. In letzterer beeindruckt besonders die spektakuläre Installation eines brennenden Baums im Innenhof.
Auch der Projektraum Garage wurde 2025 zum Publikumsmagneten: Bei freiem Eintritt luden partizipative Projekte wie Plastic Matters oder Grüne Wäsche Wien zum Mitmachen ein – etwa beim Komposthaufen für alle oder offenen Foren zu urbaner Nachhaltigkeit.
Zweite Klima Biennale: Kunst im Herzen der Stadt
2026 wird Wien erneut zur Klima-Hauptstadt: Die Biennale, initiiert von der Stadt Wien und vom KunstHausWien veranstaltet, rückt diesmal noch stärker den öffentlichen Raum ins Zentrum. Rund um den Karlsplatz werden Klima- und Zukunftsfragen sichtbar und erlebbar – mitten im Alltag der Wiener*innen.
Im Museum selbst bilden zwei Ausstellungen das Kernprogramm:
- Seeds. Reclaiming Roots. Sowing Futures
- Institute of Queer Ecology: I Wish We Had More Time
Das detaillierte Biennale-Programm wird am 23. Februar 2026 präsentiert.
Seeds: Samenkörner als Hoffnungsträger
Die internationale Gruppenausstellung Seeds, kuratiert von Sophie Haslinger, widmet sich Samen als Ursprung allen Lebens. 14 Künstler*innen setzen das Samenkorn als Symbol für Wissen, Zukunft und Verantwortung in Szene – poetisch, politisch und mit Blick auf die Klimakrise.
Die Schau zeigt Skulpturen, Installationen, Videos und Fotografien. Mit dabei sind u.a.: Ackroyd & Harvey, Maria Thereza Alves, Kapwani Kiwanga, Dominique Koch, Michaela Putz, Christian Kosmas Mayer und Tue Greenfort.
Mehrere Neuproduktionen entstanden exklusiv für das KunstHausWien.
Zu sehen bis 14. Februar 2027.
Garage: Verlust, Beziehungen und neue Narrative
Im Projektraum Garage zeigt das Institute of Queer Ecology erstmals in Österreich eine Einzelausstellung. I Wish We Had More Time setzt sich mit Verlust auseinander – ökologisch, historisch und persönlich. Die Schau verwebt künstlerische, musikalische und wissenschaftliche Beiträge und läuft bis 9. August 2026 bei freiem Eintritt.
Futurefarmers: Die Donau als Nachbarin
Ab 10. September rückt die Donau ins Zentrum. Das Künstlerinnen-Kollektiv Futurefarmers widmet seine Ausstellung Neighbouring dem Fluss als lebendigem Gegenüber. Gemeinsam mit Schwimmvereinen, Gärtnerinnen oder Fischerinnen entsteht ein „Archiv der Sedimente“, ergänzt durch Klangarbeiten, Spaziergänge und spontane Aktionen.
Eintritt frei, bis 3. Jänner 2027.
Hundertwasser: Grüne Stadt bleibt noch bis Juni
In der Sammlung Hundertwasser bleibt das Werk „Grüne Stadt“ aus der Sammlung Christian Baha noch bis Ende Juni 2026 zu sehen. Ein Vermittlungsprogramm beleuchtet das ökologische Vermächtnis des berühmten Künstlers.