Nur wenige Minuten von Wien entfernt öffnet sich eine galaktische Bühne. Das Auditorium am ISTA Campus verwandelt sich in ein Kino, das die Besucherinnen und Besucher mitten hinein in die Milchstraße katapultiert. Die beeindruckende Produktion des American Museum of Natural History wird erstmals in Österreich gezeigt. Mit Pedro Pascals Stimme als Guide geht es durch die Tiefen unseres Sternensystems.
Sternenreise mit Hollywood-Star Pedro Pascal
Der 24-minütige Film „Encounters in the Milky Way“ nimmt das Publikum mit auf eine Reise, die in der vertrauten Nachbarschaft unserer Sonne beginnt und sich bis in die entlegenen Regionen unserer Galaxie erstreckt. Jede Stunde startet an Samstagen und Sonntagen zwischen 11 und 16 Uhr (in Englisch mit dt. Untertiteln, jede Stunde von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr) im VISTA Science Experience Center ein neuer Flug durch Raum und Zeit – kostenlos und für die ganze Familie. Erzähler dieser Reise ist Hollywood‑Star Pedro Pascal, der mit seiner unverwechselbaren Stimme durch das Weltraum-Abenteuer führt.
Zwei Milliarden Sterne
Was den Film so besonders macht, ist die Kombination aus wissenschaftlicher Genauigkeit und visuell überwältigenden Szenen. Grundlage bilden die jüngsten Erkenntnisse der Gaia-Mission der ESA. Sie hat fast zwei Milliarden Sterne erfasst und damit ein bislang unerreicht detailliertes Bild der Milchstraße geliefert. Auf Basis dieser Daten entstanden hochpräzise Simulationen, die zeigen, wie Sterne wandern, wie sich interstellare Wolken verändern und wie sich unsere Galaxie über Milliarden Jahre formt. Selbst die bevorstehende Verschmelzung der Milchstraße mit einer kleineren Begleitgalaxie wird realistisch visualisiert.

Astrophysiker Santiago Torres hat die Umsetzung des Filmprojekts als wissenschaftlicher Berater maßgeblich mitgestaltet. .© ISTA/Niko Havranek
Forschung auf der Kinoleinwand
Eine besondere Rolle im Projekt spielt der Astrophysiker Santiago Torres, Alum des Institute of Science and Technology Austria. Als wissenschaftlicher Berater prägte er maßgeblich die Entstehung des Films. Am ISTA untersuchte er die Annäherung des Sterns GJ 710. Ein Ereignis, das in Millionen Jahren auch das Schicksal unseres Sonnensystems beeinflussen wird. Seine Erkenntnisse sind nun erstmals im Kinoformat zu sehen.
Torres erforscht die Oortschen Wolken, gigantische Reservoirs aus Eis und Gestein, die Planetensysteme wie unsichtbare Blasen umgeben. Seine Arbeiten zeigen, dass der interstellare Raum keineswegs leer ist, sondern voller Kometen, die aus ihren Ursprungssystemen herausgerissen wurden. Diese interstellaren Besucher könnten Bausteine des Lebens transportieren, so wie Kometen möglicherweise auch die frühe Erde bereichert haben. Der Film macht diese unsichtbaren Prozesse in eindrucksvollen Bildern erfahrbar und zeigt, wie Grundlagenforschung am ISTA das große Bild unseres Universums erweitert.