„Sicherheit entsteht dort, wo alle an einem Strang ziehen“, betont Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Gemeinsam mit der Wiener Polizei wurde ein Bündel an Maßnahmen geschnürt, das auf Kooperation und konsequentes Handeln setzt. Auch Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl unterstreicht die Notwendigkeit: Schutzzonen und Alkoholverbote sollen Gewalt vorbeugen und das Sicherheitsgefühl stärken.
🚫 Schutzzone im Fritz-Imhoff-Park
Ein zentraler Punkt ist die neue Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park. Diese soll vor allem Minderjährige schützen und gezielt gegen Drogenhandel im Bereich der U6-Station vorgehen. Wichtig dabei: Hilfs- und Versorgungsangebote für Betroffene bleiben weiterhin zugänglich.
🍺 Alkoholverbot am Westbahnhof
Auch rund um den Westbahnhof – etwa am Europaplatz oder beim Christian-Broda-Platz – wird angesetzt. Ein Alkoholkonsumverbot soll Konflikte reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Unterstützt wird dies durch verstärkte Polizeipräsenz vor Ort.
🧹 Mehr Sauberkeit, bessere Aufenthaltsqualität
Neben sicherheitspolitischen Maßnahmen wird auch kräftig in die Infrastruktur investiert:
- Häufigere Reinigung durch die Stadt
- Spritzen-Entsorgungssysteme und Aufklärung durch Suchthilfe
- Verbesserte Beleuchtung entlang des Gürtels
- Anpassungen im Park (z. B. Zaun für Nachtsperre)
Auch die Wiener Linien setzen Schritte: mehr Sicherheitspersonal, bauliche Anpassungen und klare Wegeführungen sollen für Ordnung sorgen.
🚇 Fokus auf die U6-Station
Die Station Gumpendorfer Straße steht besonders im Fokus:
Fixe Sicherheits-Standposten, mobile Polizeicontainer und regelmäßige Kontrollen sollen die Situation entschärfen. Nicht genutzte Bereiche wurden gesperrt, Sitzgelegenheiten reduziert – alles mit dem Ziel, problematische Aufenthalte einzudämmen.
📚 Wissen schafft Sicherheit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Information und Schulung: Ärzt*innen, Polizei und Verwaltung werden gezielt weitergebildet, um im Umgang mit Suchterkrankungen sicher und abgestimmt handeln zu können.
🧑⚕️ Hilfe statt Ausgrenzung
Trotz aller Maßnahmen bleibt der soziale Zugang zentral: Mobile Sozialarbeit und psychosoziale Betreuung werden ausgebaut. Ziel ist es, Betroffene besser zu erreichen und in bestehende Hilfssysteme einzubinden.
💊 Strengere Regeln bei Substitution
Die Substitutionstherapie bleibt ein wichtiger Baustein der Suchtbehandlung. Gleichzeitig sollen Missbrauch und illegaler Handel stärker bekämpft werden:
- Schnellere Abstimmung zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden
- Anpassung der Therapie bei Auffälligkeiten
- Engere Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen und Behörden
🏛️ Forderungen an den Bund
Abschließend richtet Wien klare Forderungen an die Bundesebene. Einheitliche Standards, bessere Datenverfügbarkeit und mehr Handlungsspielraum für Behörden sollen die Maßnahmen zusätzlich stärken.