Dass Michael Ludwig mit souveränen 92,3 % erneut zum Wiener SP-Chef gewählt wurde, war nur eine Randnotiz. Wichtiger waren die Botschaften an die Wiener: Ein Nein zur Erhöhung des Pensionsalters, der Kampf gegen Kurzzeitvermietungen und das Bekenntnis zum sozialen Wohnbau der Stadt.
Gegen Sonntagsöffnung
Und: “Es muss einen Tag in der Woche geben, an dem Menschen ihren Interessen in Vereinen und Organisationen nachgehen können – sei es im Sport, in der Kultur oder in Religionsgemeinschaften. Ebenso braucht es Zeit für die Familie. Daher bleibe ich beim klaren Nein zur Sonntagsöffnung”, so der Bürgermeister.
Eine Stadt des Friedens
Auch die internationale Rolle der Stadt ist Michael Ludwig wichtig: “Wien ist ein stabiler Fels in der Brandung, eine Stadt des Friedens, des Miteinanders und des Dialogs. Auch der ESC soll ein Fest der Freude für alle sein, nicht nur für jene, die ein Ticket ergattern konnten. Deshalb haben wir das größte Nebenprogramm der bisherigen ESC-Geschichte, das für alle, unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten erlebbar ist, organisiert.”
Interessante Ergebnisse
Neben der Wiederwahl Ludwigs zum SP-Vorsitzenden wurden auch seine Stellvertreter gewählt. Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen der 930 Delegierten zum roten Parteitag: Marina Hanke erhielt 95,2 %, Christian Meidlinger 93,9 %, Jürgen Czernohorszky 93,7 %, Josef Taucher 83,6 %, Doris Bures 83,6 % und Barbara Novak 70,8 %. Kathrin Gaal wurde tränenreich verabschiedet.

Der rote Parteitag in der Messe mit den Botschaften des Bürgermeisters (Bild: Steiner).

Mittendrin statt nur dabei: Hans Steiner und Robert Sommer (Bild: Privat).