Wo sonst eingekauft wird, ging es diesmal um Lebensperspektiven. Im Einkaufszentrum Huma Eleven verwandelte sich die Mall in eine Drehscheibe für Integration und Arbeitsmarkt. Arbeitgeber trafen auf motivierte Arbeitssuchende, viele von ihnen Absolventinnen und Absolventen von Deutschkursen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Für die 450 Teilnehmenden bot die Veranstaltung im Huma Eleven nicht nur die Möglichkeit zur Information, sondern auch einen Schritt in Richtung Eigenständigkeit.
Deutschlernen und Arbeiten müssen so früh wie möglich Hand in Hand gehen, damit Integration rasch gelingt und die Menschen auf eigenen Beinen stehen können.“
Integrationsministerin Claudia Bauer
Drehscheibe für Jobsuche
Neben Betrieben aus dem Huma Eleven präsentierten sich auch große Arbeitgeber wie die Österreichische Post AG, die ÖBB und die Wiener Stadtwerke. Sie informierten über offene Stellen, Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten, ausdrücklich auch für Menschen mit noch geringen Deutschkenntnissen.
Bewerbungen wurden direkt abgegeben, Vorstellungsgespräche vereinbart, Kontakte geknüpft. Der ÖIF unterstützte zusätzlich mit CV-Checks und professionellen Bewerbungsfotos, ein Rundum-Paket für den raschen Einstieg in die Arbeitswelt.
Integrationsministerin Claudia Bauer machte sich selbst ein Bild von der Stimmung und suchte das Gespräch mit Unternehmen wie den Teilnehmenden. Ihre Botschaft: Arbeit ist der Schlüssel zur Integration, weil Sprache, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe hier am schnellsten wachsen.

Gelungene Veranstaltung: v.l.n.r.: Sonja Ziganek (ÖIF), Christian Unterberger (ÖBB), Roland Goiser (ÖIF), Integrationsministerin Claudia Bauer, Stephan Kalteis (HUMA Eleven), Silke Kobald (Hilfswerk), Franz Nigl (Österreichische Post AG), Paul Schörghofer (Hilfswerk). © Olha Soldatenko/ÖIF
Integration durch raschen Arbeitseinstieg
Das Konzept der ÖIF-Karriereplattform ist so einfach wie wirkungsvoll: Deutschlernen und Arbeiten sollen von Beginn an Hand in Hand gehen. Wer in Österreich lebt, soll rasch sprachlich wie auch beruflich Fuß fassen können. Betriebe finden motivierte Arbeitskräfte, während Zugewanderte konkrete Perspektiven erhalten.
ÖIF-Vizedirektor Roland Goiser betonte, dass nachhaltige Integration dort gelingt, wo Qualifikation und Arbeitsmarkt aufeinandertreffen. Genau das leisten die Karriereplattformen, indem sie Unternehmen und Absolventinnen und Absolventen aus ÖIF-Deutschkursen direkt vernetzen.

Integrationsministerin Claudia Bauer machte sich ein Bild der ÖIF-Karriereplattform im Huma Eleven direkt vor Ort. © Olha Soldatenko/ÖIF
Ein Gewinn für beide Seiten
Bei den österreichweiten Karriereplattformen des Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) besuchten bereits über 28.000 Teilnehmende mehr als 180 Veranstaltungen, über 90 Unternehmen – darunter Handels-, Logistik- und Industriebetriebe – waren involviert.
Ergänzend informiert der ÖIF über berufsbegleitende Deutschkurse, Deutschtrainings in Unternehmen sowie Online-Angebote auf Sprachportal.at. Neu sind 14 kostenlose Online-Deutschkurse pro Woche, speziell für Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Sie vermitteln praxisnahe Sprachkompetenz für Branchen wie Pflege, Handel, Tourismus oder Gastronomie – Bereiche, in denen auch in Wien dringend Fachkräfte gesucht werden.