Der Star des Vormittags war eindeutig der Maibock – ein Symbol für den kulinarischen Frühling und nachhaltige Jagdwirtschaft. David Simon, verantwortlich für Jagd, Fischerei, Naturschutz und Forschung bei PANNATURA, betonte die zentrale Rolle ökologischer Balance: „Nur stabile Lebensräume ermöglichen gesundes Wild.“

Historisch tief verwurzelt, gilt die Maibockjagd bis heute als Auftakt der Frühlingssaison – und als Beispiel dafür, wie Tradition und moderne Bewirtschaftung Hand in Hand gehen.

Bewusster Genuss liegt im Trend

Foodtrendforscherin Hanni Rützler stellte die steigende Bedeutung von Transparenz und Herkunft in den Vordergrund. Wildbret sei dabei ein Paradebeispiel: natürlich, nährstoffreich und nachhaltig.

„Wild überzeugt durch hohen Eiweißgehalt und wenig, aber wertvolles Fett – ein echtes Qualitätsprodukt“, so Rützler. Gerade in Zeiten steigenden Konsumbewusstseins erfahre diese ursprüngliche Fleischform eine neue Wertschätzung.

Kulinarik mit Charakter

Haubenkoch Peter Zinter, Küchenchef im „Zum Gogosch“ am Bio-Landgut Esterhazy, unterstrich die besondere Qualität des Maibocks aus gastronomischer Sicht: zart, feinfaserig und vielseitig einsetzbar.

„Wildbret ist ehrlich und pur. Man schmeckt die Herkunft – und genau das macht es so besonders“, erklärte der passionierte Koch. Vor allem der junge Maibock eigne sich perfekt für moderne wie klassische Gerichte.

Erfolgreiches Jahr 2025

Geschäftsführer Markus Kratzer zog eine positive Bilanz: Mit 147 Mitarbeitenden erwirtschaftete PANNATURA einen Umsatz von 45,1 Millionen Euro – ein Plus von sieben Prozent.

Auch inhaltlich konnte das Unternehmen punkten:

  • 5.800 Tonnen Bio-Marktfrüchte vermarktet
  • 328.000 Festmeter Holz geliefert
  • Ausbau von Kooperationen, etwa mit Bio-Betrieben und Handelspartnern
  • Über 130 Tonnen Fleisch in höchster Bio-Qualität verarbeitet

Erlebnisregion wächst weiter

Das Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen entwickelte sich 2025 zur echten Publikumsmagnet: Rund 80.000 Gäste nutzten Führungen, Veranstaltungen und kulinarische Angebote.

Für 2026 sind bereits neue Eventreihen und gastronomische Highlights geplant – ein klarer Fokus bleibt auf dem Zusammenspiel von Erlebnis, Genuss und Verantwortung.

Nachhaltigkeit als verbindendes Prinzip

Für PANNATURA ist Nachhaltigkeit kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. „Von der Natur auf den Teller“ – dieses Prinzip zieht sich durch alle Bereiche, von Landwirtschaft über Jagd bis zur Verarbeitung.

Auch Matthias Grün, Vorstand der Esterhazy Betriebe AG, sieht darin einen wichtigen Beitrag für die Region: „Nachhaltige Bewirtschaftung schafft Wertschöpfung – für Umwelt, Wirtschaft und Kultur.“

Genussvoller Ausklang

Zum Abschluss wurden die Gäste mit feinen Spezialitäten aus dem PANNATURA-Sortiment verwöhnt – von Wild über Bio-Angus bis hin zu pflanzlichen Produkten. Küchenchef Michael Piroschka zeigte dabei eindrucksvoll, wie vielseitig regionale Zutaten sein können.

Die Produkte sind unter anderem im Webshop, in der Markthalle Kulinarium Burgenland sowie bei ausgewählten Handelspartnern erhältlich.