Bereits kurz nach Beginn war der Saal komplett gefüllt. Das große Publikumsinteresse zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert das Festival in der Wiener Kulturszene einnimmt. Bei freiem Eintritt bietet „Rund um die Burg“ auch heuer wieder hochkarätige Literatur und persönliche Begegnungen mit bekannten Stimmen der heimischen Kulturlandschaft.
Bewegende Eröffnung mit starken Frauenstimmen
Den Auftakt gestalteten Dr. Uschi Scheidl und Schauspielerin Lilian Klebow mit persönlichen Gedanken über Frauen in der Literaturgeschichte. Die beiden eröffneten den ersten Festivaltag mit viel Gefühl und sorgten für eine besondere Atmosphäre im Landtmannsaal.
Im Anschluss sprach Lilian Klebow mit der vielfach ausgezeichneten Autorin Monika Helfer über ihr Schreiben, Inspiration und ihren literarischen Alltag. Auf die Frage nach ihrer Produktivität antwortete Helfer augenzwinkernd:
„Ich schreibe einfach – was macht man sonst?“
Auch ihr Ehemann, der bekannte Schriftsteller Michael Köhlmeier, war beim Festivalauftakt mit dabei.
Monika Helfer begeistert Nachwuchsautorinnen
Besonders eindrucksvoll waren Monika Helfers Worte an junge Autorinnen und Autoren. Ihr Rat: genau beobachten, zuhören und möglichst viel lesen. Nur wer die Welt aufmerksam wahrnehme, habe auch etwas zu erzählen.
Mit Lesungen aus ihrem Werk „Bitte schick mir eine Droge – Wie die Welt weiterging“ zeigte Helfer eindrucksvoll ihre Stärke für pointierte Alltagsbeobachtungen und feine literarische Zwischentöne.
Renommierte Autorinnen prägen den ersten Festivaltag
Neben Monika Helfer standen weitere große Namen der österreichischen Literatur auf der Bühne. Marlene Streeruwitz präsentierte ihr aktuelles Werk „Prinzessinnnkunde“. Ebenso sorgten Milena Michiko Flašar mit „Gedankenspiele über die Einsamkeit“ sowie Laura Freudenthaler mit „Iris“ für eindrucksvolle Lesemomente.
Hochkarätiges Abendprogramm bis 21.30 Uhr
Auch am Abend blieb das Programm prominent besetzt. Ab 18 Uhr standen unter anderem Armin Thurnher, Renate Welsh, Raphaela Edelbauer, Thomas Mießgang sowie Susanne Gregor auf der Bühne.
Für besondere poetische Akzente sorgte zudem die Poesiegalerie mit Beiträgen von Semier Insayif und Tobias March.
Zweiter Festivaltag am Samstag im Vestibül
Alle Literaturbegeisterten, die am Freitag keinen Platz mehr bekommen haben, können das Festival am Samstag, dem 9. Mai, ab 10 Uhr im Vestibül im Burgtheater erleben. Der Eintritt ist frei. Das ganze Programm finden Sie hier.

©Sandra Oblak

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