Lesen kann weit mehr als nur informieren – es verbindet. Wer vorliest, schenkt nicht nur Worte, sondern auch Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe. Genau hier setzt der Vorlesetag an: Er macht sichtbar, was oft im Verborgenen geschieht. Ob im Klassenzimmer, in der Bibliothek oder im Wohnzimmer – überall entstehen durch Geschichten neue Perspektiven, Empathie und Fantasie.

Die zentrale Botschaft ist dabei so einfach wie kraftvoll: Sprache verbindet Menschen und eröffnet Chancen – unabhängig von Herkunft oder sozialem Umfeld.

Stimmen, die Gewicht haben

Wenn Persönlichkeiten wie Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Verleger Christian Pöttler oder Kinderbuchautor Thomas Brezina über Leseförderung sprechen, wird deutlich: Hier geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um nachhaltige Maßnahmen.

„Leseförderung ist zentral, um die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu stärken.“

…betont Wiederkehr. Initiativen wie Lesepatenschaften würden wichtige Bezugspersonen schaffen und Kinder langfristig begleiten.

Auch Brezina unterstreicht die emotionale Dimension: Vorlesen sei weit mehr als das Vermitteln von Texten – es sei Beziehung und ein Moment, der im Gedächtnis bleibt.

Eine Bewegung wächst

Was 2017 als Initiative begann, hat sich längst zu einem Fixpunkt im österreichischen Bildungs- und Kulturkalender entwickelt. Heuer finden mehr als 10.000 Vorleseaktionen im ganzen Land statt – ein eindrucksvolles Zeichen für die Begeisterung rund ums gemeinsame Lesen.

Ob Schulen, Bibliotheken, Vereine oder Privatpersonen: Die Beteiligung ist breit und zeigt, wie sehr das Thema in der Gesellschaft angekommen ist.

Lesepatenschaften im Fokus

Im Jahr 2026 steht besonders eine Initiative im Mittelpunkt: die Stärkung von Lesepatinnen und Lesepaten. Bereits über 4.600 Freiwillige engagieren sich österreichweit, lesen Kindern vor und fördern deren Sprachkompetenz.

Das Bildungsministerium unterstützt dieses Engagement gezielt mit zusätzlichen Fördermitteln. Organisationen, die Lesepatenschaften betreuen und ausbilden, sollen verstärkt unterstützt werden. Ziel ist eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Leseförderung – getragen von persönlichem Einsatz.

Bildungspolitik mit Substanz

Neben dem Engagement auf freiwilliger Basis setzt das Ministerium auch auf strukturelle Maßnahmen: neue Schulprojekte, ein erweitertes Lesegütesiegel sowie gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte.

Digitale Plattformen bündeln zusätzlich Wissen und Materialien rund um das Thema Leseförderung. Klar ist: Lesekompetenz soll kein Zufallsprodukt sein, sondern systematisch aufgebaut werden.

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Österreichischer Vorlesetag 2026 Pressekonferenz

v.l.n.r.: Das Team des Bildungsministeriums und der echo event. | ©Elisabeth Lechner