Den ersten Platz als häufigster Wintervogel im Siedlungsraum sicherte sich die Kohlmeise, gefolgt von Haussperling und Feldsperling. Durchschnittlich tummelten sich 29 Vögel in den heimischen, winterlichen Gärten. Insgesamt wurden 733.671 Vögel von 25.256 Zählorten in ganz Österreich gemeldet. „Unsere Stunde der Wintervögel begeistert so viele Menschen wie noch nie“, freut sich Evelyn Hofer, Projektleiterin bei der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich: „Wir sind überwältigt vom Interesse an unserer Zählung und dankbar für jede Meldung, die uns wertvolle Informationen über unsere heimische Vogelwelt liefert!“
Die Kohlmeise war zum Zählzeitpunkt (3. bis 6. Jänner 2026) der häufigste Vogel im winterlichen Siedlungsraum und wurde an neun von zehn Zählorten angetroffen. Zweithäufigster Vogel war der Haussperling, gefolgt vom Feldsperling auf Platz drei. Die Top-3-Plätze waren damit ident besetzt wie im Vorjahr. Soweit zu Österreich. Aber nun zum für uns alle interessantesten Teil der Zählung.
Rekordteilnahme in Wien
So viele teilnehmende Wiener wie noch nie verzeichnete die diesjährige „Stunde der Wintervögel“. Mit einem satten Plus von 24 Prozent, also ein Viertel mehr gegenüber dem Vorjahr, beobachteten 3.255 Interessiere an so vielen Zählorten wie noch nie in der Bundeshauptstadt (2.453 Zählorte, ein Plus von 21 Prozent).
Die häufigsten Vögel in der winterlichen Hauptstadt waren die Kohlmeise auf Platz 1, die Aaskrähe auf Platz 2 und die Amsel auf Platz 3, die gegenüber dem Vorjahr einen Platz gutmachte und die Blaumeise vom Podest verdrängte. Zuwächse zeigten sich bei den Aaskrähen mit einem Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie bei der Amsel mit einem Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Amsel noch auf Platz 4 lag.
Deutliche Rückgänge waren hingegen erneut bei den Sperlingen festzustellen: Feldsperling minus 17 Prozent, Haussperling minus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Beginn der Zählreihe im Jahr 2010 gingen die Zahlen beider Arten um mehr als die Hälfte zurück. Ein weiteres Sorgenkind im Wiener Stadtgebiet ist der Grünling (Grünfink) mit einem erneuten Minus von 19 Prozent bei der heurigen Zählung. Er wurde heuer nur an 8 Prozent der Zählorte beobachtet, während er noch vor rund 10 bis 15 Jahren an etwa 40 Prozent aller Zählplätze anwesend war.
Durchschnittlich beobachteten die Wiener 18 Vögel pro Zählort, das war ein Vogel mehr als im Vorjahr. Sie meldeten im Schnitt fünf Vogelarten. Das ist der geringste Wert innerhalb Österreichs, was dem überwiegend städtischen Lebensraum geschuldet ist.