Der Favoritner Bezirkschef Marcus Franz ließ es sich nicht nehmen, gleich 24 Bürgermeister aus den Umlandgemeinden von Heilbronn durch das Sonnwendviertel zu führen. Das ökologisch
nachhaltige Vorzeigeviertel entstand von 2012 bis 2025 auf einem sogenannten „Brown Field“ – dem ÖBB Frachtenbahnhof. Heute ist es ein urbanes Wohnzimmer mit 5.000 Wohnungen, 13.500 Einwohnern und 20.000 neuen Arbeitsplätzen sowie einem zentralen Schulcampus, vielen Geschäften und Gastronomie.
Beachtung durch die Delegation fanden planerische Details wie das Rasengleis der Linie D aber auch baupolitische Instrumente wie die Kategorie geförderter Wohnbau, die bei Projekten über 5.000 m² vorsieht, zwei Drittel der Fläche für geförderten Wohnbau zu reservieren. Dazu BV Marcus Franz: „Viele Wiener nehmen gewisse Dinge als etwas Selbstverständliches an. Man darf aber ruhig stolz sein auf den Wiener Weg des sozialen Wohnbaus. Denn er macht qualitätsvolles und leistbares Wohnen in der Stadt für alle möglich. Und das ist – mit Blick auf andere, vergleichbare Städte – nicht selbstverständlich.“
Reges Interesse bei den Bürgermeistern
Instrumente wie Wohnbauförderung, die strategische Grundstücksicherung, die Entwicklung und Förderung von Erdgeschoßzonen oder eine offene und verschränkte Bauweise der Baufelder stießen auf reges Interesse. „Wie schafft ihr das?“ war bei der Führung des Öfteren von dem einen oder anderen Bürgermeister zu hören.
Die Antwort: Seit dem Roten Wien der 20er Jahre ist das Bewusstsein gewachsen, dass eine gute Gemeinschaft höher zu stellen ist als der private Profit von Einzelnen. Hier gilt im besten Sinne des Wortes: Wien ist anders.