Der 52 Meter hohe APA-Turm erhielt zuletzt ein 1.100 Quadratmeter großes Wandgemälde des international gefeierten spanischen Urban Artist Okuda San Miguel. Sein Werk „In Equality“ soll dem Künstler nach „den städtischen Raum aus einer neuen, lebendigen und spannenden Perspektive erlebbar machen“.
Kunstwerk präsentiert
Mit dem Beteiligungsfest „Gunold Süd“ in Döbling, zu dem die Stadt am Donnerstag, 7. Mai, von 15 bis 19 Uhr gemeinsam mit der BUWOG auf das Planungsareal bei „Wild im West“, Gunoldstraße 12/14 einlädt, wird das Kunstwerk präsentiert. Es soll auch über das neue klimafitte Stadtquartier informieren. Für 16 bis 17 Uhr ist die Eröffnung eines XXL-Wandgemäldes am ehemaligen APA-Tower geplant.
Einst einstimmig dafür
Zum einstimmig beschlossenen Kunstwerk scheiden sich aktuell freilich die Geister. Während Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) betont: „Wir wollen Wohnraum und Grünflächen so attraktiv wie möglich gestalten und dem Quartier neues Leben einhauchen“ sieht seine Stellvertreterin Mahboobeh Bayat (SPÖ) im Wandbild mehr als nur Kunst: „Es zeigt, dass Döbling noch bunter, lebendiger und lebenswerter werden kann.“
Kritik als Folge
Mit scharfer Kritik reagiert der blaue Obmann Klemens Resch auf das Wandgemälde in Heiligenstadt: Nicht nur, dass das 500.000 Euro-Kunstwerk vom Filmfonds der Stadt mit 180.000 Euro gefördert wurde, findet er „es ungeheuerlich, die Wienerinnen und Wiener mit ideologisch aufgeladener Symbolpolitik zu konfrontieren.“ Gemeint ist der LGBTQ-Hintergrund das Kunstwerkes.
Anmerkung: LGBQ steht für Lesbian, Gay, Bisexual und Queer (lesbisch, schwul, bisexuell und queer) und umfasst Menschen mit sexuellen Orientierungen.
Ein Bericht von Gerhard Krause