Barock bis Modern: Drei der schönsten Parks in Wien

(C) pixabay: Gerade im Frühling laden die vielen Parks in Wien zum Seele baumeln lassen ein.
(C) pixabay: Gerade im Frühling laden die vielen Parks in Wien zum Seele baumeln lassen ein.

Wien ist eine wunderschöne Stadt mit vielen grünen Parks, die zum Spazierengehen und Entspannen einladen. Besonders jetzt zur Frühlingszeit laden die vielen Parkanlagen in der Stadt zum Verweilen ein. Wir stellen euch drei der wohl schönsten Parks in Wien vor.

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1. Von der Pracht des Burggartens

Der Burggarten ist einer der schönsten Parks in Wien und liegt direkt neben der Wiener Hofburg. Der Park wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Ursprünglich stand hier die massive Burgbastei, die ein wichtiger Teil der Befestigung der Hofburg war. Die Franzosen sprengten vor ihren Abmarsch aus Wien im Zuge der Napoleonischen Kriege die Bastei. Man entschloss sich gegen einen Wiederaufbau und legte stattdessen den Heldenplatz an. Der Heldenplatz ist von zwei Gärten flankiert, dem Volksgarten beziehungsweise dem Burggarten.

Der Garten wurde 1820 angelegt. Zunächst handelte es sich beim Burggarten um ein Privatgarten des Kaiserhauses. Mit dem Ende der Monarchie wurde der Burggarten 1919 öffentlich zugänglich

Der Burggarten heute

(C) unsplash: Der Burggarten liegt direkt neben der Hofburg. Im Bild: Das Palmenhaus.

Heute ist der Burggarten ein beliebter Park um die Seele baumeln zu lassen. Der in Englischen Stil gehaltene Park, lädt besonders im Frühling zu Verweilen ein. Nicht nur die Wiener genießen den Burggarten, auch Touristen kommen gern in den Park, um die Pracht der Wiener Hofburg zu bestaunen.

Besonders sehenswert ist der Palmenhaus im Burggarten. Das Gewächshaus gilt als eines der schönsten Glashäuser des Jugendstils und wurde nach den Plänen von Friedrich Ohmann erbaut. Zu bestaunen sind unter anderem Orchideen und Bananenstauden. Im linken Flügel ist das Schmetterlingshaus beheimatet.

2. Der älteste Barockpark der Stadt

(C) pixabay: Das barocke Ambiente wird durch die Flaktürme im Augarten durchbrochen.

Der Augarten befindet sich in der Leopoldstadt. Eine erste Gartenanlage wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Im Jahr 1775 machte Kaiser Josef II. den Augarten der Allgemeinheit zugänglich. Der Augarten ist Wiens ältester Barockpark.

Der Augarten umfasst rund 54 Hektar und ist öffentlich zugänglich. Aufwändige Blumenlandschaften, schattige Lindenhaine und weite Wiesenflächen laden zum Erholen ein und bieten einen schönen Kontrast zur Großstadt. Der Park ist bei Jung und Alt beliebt.

Der Augargten beherbergt das Augartenpalais. Das Gebäude wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach im Barockstil erbaut. Heute beherbergt das Palais die Wiener Sängerknaben und sowie ein Café. Im Schloss Augarten ist die Porzellanmanufaktur Augarten beheimatet. Im Schloss ist ein Museum mit Exponaten aus der Geschichte der Manufaktur zu besichtigen.

Das friedliche Ambiente des Augarten Parks wird durch zwei Flaktürme zerrissen. Die beiden Flaktürme wurden im Zweiten Weltkrieg errichtet. Sie sind ein lebendiges Mahnmal für die dunkle Vergangenheit und stehen unter Denkmalschutz. Der Gefechtsturm ist mit seinen 55 Metern der höchste Flakturm der Stadt.

Veranstaltungen

Der Augarten ist nicht nur bei Touristen und Spaziergänger beliebt, sondern auch Austragungsort für viele Events und Festivals. Von Konzerten über Theatervorstellungen bis hin zu Open-Air-Kinos – der Park bietet für alle Geschmäcker das passende Angebot.

3. Papst, Korea und Eisenbahn im Donaupark

Der Donaupark ist eine rund 64 Hektar große Anlage in der Donaustadt und damit einer der größten Parks in der Stadt. Der Park wurde anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 (WIG 64) eröffnet.

Im Rahmen der Gartenschau wurde der Donaupark auf dem Areal der ehemaligen Mülldeponie Bruckhaufen, der informellen Siedlung Bretteldorf und der ehemaligen Militärschießstätte Kagran auf rund 100 Hektar errichtet. Der Donaupark sollte dabei nicht nur der Erholung der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt dienen, sondern auch ein internationales Leuchtturmprojekt für moderne Garten- und Parkkunst sein.

(C) Ludwig Schedl: Der Donauturm im Donaupark ist das höchste Bauwerk des Landes.

Für die WIG 64 errichtete man nicht nur einen moderne Parkanlage, sondern schaffte ein Wiener Wahrzeichen. Der Donauturm wurde für die Ausstellung errichtet und diente als Orientierungspunkt der WIG 64. Mit seinen 252 Metern Höhe, ist der Donauturm heute das höchste Bauwerk Österreichs. Der Aussichtspunkt in 170 Meter Höhe, bietet einen atemberaubenden Ausblick über den Park und die ganze Stadt.

Erlebnis Donaupark

Auch heute gibt es viel im Donaupark zu sehen. Die Donauparkbahn, die als Schwester der Liliputbahn im Prater gilt, führt einmal um den Park. Die Papswiese – eine rund 20 Hektar große Wiese – erinnert mitsamt des 40 Meter hohen und 56 Tnnen schweren „Papstkreuz“ an den Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1983.

Das Korea-Kulturhaus vermittelt die koreanische Kultur in Wien und liegt am Irissee. Dabei handelt es sich um einen über 25.000 Quadratmeter großen und künstlich angelegten See. Der Irisee bietet vielen Pflanzen und Tieren Lebensraum in der Großstadt.