Aufatmen im großen Bezirk nördlich der Donau. Der langjährige “Bezirkskaiser” Ernst Nevrivy wurde vom Vorwurf der Bestechlichkeit und der Verletzung des Amtsgeheimnisses freigesprochen. Nachdem heute noch Einvernahmen stattgefunden hatten, kam das Urteil. WBB-Autor Robert Sommer hatte den Fall stets begleitet und einen Freispruch erwartet.
Remisen-Erweiterung
Konkret vorgeworfen wurde dem Bezirksvorsteher die Weitergabe von Informationen über eine geplante Remisen-Erweiterung durch die Wiener Linien. Doch es kam heraus, dass die Erweiterung allgemein bekannt und beileibe kein “Geheimnis” war. Dadurch habe Nevrivy mit den Aktivitäten des damaligen Wienwert-Chefs Gruze nichts zu tun gehabt.
Nevrivy bleibt im Amt
Ernst Nevrivy selbst war in öffentlichen Äußerungen immer von seiner Unschuld überzeugt gewesen und hatte allerlei Rücktrittsaufforderungen von anderen Parteien natürlich immer abgelehnt. Auch die Überprüfung des Falles durch das SPÖ-Landesparteisekretariat brachte das gleiche Ergebnis und stärkte dem Bezirkschef den Rücken. Jetzt hat auch das Gericht sein Urteil gefällt, auch wenn es nicht rechtskräftig ist.