Die Ausstellung vereint Arbeiten von Basel Al-Bazzaz, Manuel Griebler, Hannes Lehner und dem zentralafrikanischen Künstler Didier Kassaï. Besonders bemerkenswert: Kassaïs Werke werden erstmals in Österreich präsentiert.

Galeristin Nina Katschnig beschreibt die Idee hinter der Schau als Zusammentreffen zweier Kunstformen, „die beide ursprünglich als Gegenbewegung zur etablierten Kunst entstanden sind“. Tatsächlich verbindet die Künstler nicht nur ihr autodidaktischer Zugang, sondern auch ihre intensive Arbeit auf Papier und ihre ganz eigene Bildsprache.

Zwischen „Star Trek“, Simpsons und Bangui

Besonders farbenprächtig zeigt sich der Gugginger Künstler Manuel Griebler. Seine detailreichen Arbeiten sind bevölkert von kleinen Köpfen, Fantasiefiguren und popkulturellen Ikonen wie den Simpsons oder Figuren aus Futurama. Seine Werke wirken wie psychedelische Wimmelbilder voller Kindheitserinnerungen und Comic-Referenzen.

Ganz anders nähert sich Hannes Lehner dem Thema Comic: Er widmet sich obsessiv dem „Star Trek“-Universum. Raumschiffe, Sternenhimmel und bekannte Figuren entstehen aus der Erinnerung heraus – ohne Vorlagen, dafür mit großer Leidenschaft. Seine Bilder erinnern an klassische Comic-Cover und strahlen gleichzeitig eine berührende Nostalgie aus.

Politische Comics aus Zentralafrika

Eine der spannendsten Positionen der Ausstellung stammt von Didier Kassaï aus der Zentralafrikanischen Republik. Seine Werke dokumentieren den Alltag in Bangui – zwischen Bürgerkrieg, Wasserknappheit und gesellschaftlichen Spannungen. Humor und Satire werden dabei zu Werkzeugen politischer Kritik.

Besonders eindrucksvoll sind seine comicartigen Bildgeschichten rund um „Tim und Struppi in Zentralafrika“, in denen europäische Comictraditionen mit afrikanischer Realität verschmelzen. Die Arbeiten erzählen von überfüllten Bussen, staubigen Straßen und den Herausforderungen des täglichen Lebens – oft mit überraschender Leichtigkeit.

Elegante Tiere mit Haltung

Der in Bagdad geborene und heute in Wien lebende Künstler Basel Al-Bazzaz setzt hingegen auf anthropomorphe Tierfiguren in prachtvollen Gewändern. Leoparden in Uniform, elegante Zebras oder Hipster-Elche mit Coffee-to-go-Becher wirken gleichzeitig humorvoll und gesellschaftskritisch. Seine detailreichen Zeichnungen verbinden orientalische Ornamentik mit moderner Popästhetik.

Vernissage mit prominenter Unterstützung

Eröffnet wird „COMICS brut“ am Dienstag, 2. Juni 2026, um 19 Uhr in der galerie gugging. Die feierliche Eröffnung übernimmt Angela Stief, Direktorin der Albertina modern. Bereits ab 10 Uhr kann die Ausstellung am Eröffnungstag besucht werden.

Die Schau läuft bis 13. September 2026 und dürfte nicht nur Comicfans begeistern, sondern alle, die außergewöhnliche Bildwelten entdecken möchten. Denn „COMICS brut“ zeigt eindrucksvoll, wie stark Comics heute als eigenständige Kunstform wahrgenommen werden – weit über reine Unterhaltung hinaus.

Mehr Infos unter galeriegugging.com oder hier!

COMICS brut

Al-Bazzaz

Seine Majestät der Wolf | ©Basel AL-BAZZAZ

Al-Bazzaz

Zebra schick und schön | Basel AL-BAZZAZ | ©courtesy galerie gugging

Al-Bazzaz

Stier in blau auf Party | Basel AL-BAZZAZ | ©courtesy galerie gugging

Al-Bazzaz

Der Fuchs als Gentlemen | Basel AL-BAZZAZ | ©courtesy galerie gugging

 

Lehner

Hannes LEHNER | ©courtesy galerie gugging

Lehner

Hannes LEHNER | ©courtesy galerie gugging

Lehner

Hannes LEHNER | ©courtesy galerie gugging

Lehner

Hannes LEHNER | ©courtesy galerie gugging

 

Griebler

Manuel GRIEBLER | ©courtesy galerie gugging

Griebler

Manuel GRIEBLER | ©courtesy galerie gugging

Griebler

Manuel GRIEBLER | ©courtesy galerie gugging