Enkeltrick: Tipps gegen die eiskalte Betrugsmasche

(C) Pixabay: Beim Enkeltrick sind vor allem ältere Personen das Opfer von Betrügern.

Vor kaum einer Dreistigkeit schrecken Betrüger zurück, um ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu locken. Eine besonders perfide Betrugsmasche ist der sogenannte „Enkeltrick“. Bei dieser Betrügerei – die auch Neffentrick genannt wird – finden sich vor allem Seniorinnen und Senioren als gutgläubige und hilfsbereite Opfer der Kriminellen wieder.

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Täuschung

„Rate mal, wer dran ist?“ – mit dieser und ähnlichen Fragen verwickeln die Telefonbetrüger ihre Opfer in das Gespräch. Sie geben sich als Verwandter aus und täuschen vor in finanzieller Notlage zu sein. Dabei bitten sie rasche Hilf und um große Bargeldbeträge. Im Gespräch wird die Lage sehr dramatisch dargestellt und hoher Druck bei den Seniorinnen und Senioren erzeugt.

Telefonisch und vor Haustüre

(C) Unsplash: Betrüger nutzen den Enkeltrick nicht nur telefonisch.

Die Betrüger suchen sich vorab im Telefonbuch Personen mit älter klingenden Vornamen aus und versuchen so an ihre Opfer zu kommen. Der Enkeltrick findet dabei nicht nur telefonisch statt, sondern auch vor der Haustüre. Die Trickbetrüger geben sich vor der Haustür mitunter als Handwerker, Mitarbeiter der Stadt und sogar als Polizisten aus.

Tipps

Mit ein paar einfachen Tipps können sich Seniorinnen und Senioren vor dem Enkeltrick schützen:

Nicht unter Druck setzen lassen!
Überlegen Sie ob der Sachverhalt und die Forderung realistisch sind.

Rückruf
Bieten Sie einen Rückruf an und täuschen vor, gerade beschäftigt zu sein. Betrüger versuchen Sie um jeden Preis im Gespräch zu halten.

Legen Sie auf!
Brechen Sie das Gespräch sofort ab sobald Geldforderungen gestellt werden und melden Sie den Vorfall der Polizei.

Informieren Sie ihr Umfeld!
Informieren Sie Freunde, Verwandte oder Nachbarn, über das Gespräch. Melden Sie den Vorfall der Polizei.

Corona

Laut Bundes-Kriminalamt nutzen die Betrüger derzeit auch die aktuelle COVID-Situation aus. Ältere Personen werden unter anderem via Whats-App oder Telegram-Gruppen kontaktiert. Sie behaupten zum Beispiel, dass Verwandte mit dem Corona-Virus infiziert sind und Geld für die Behandlung brauchen. Auch floriert das Geschäft falscher „Natur-Heiler“. Sie behaupten, dass sie mit selbst hergestellten Medikamenten eine Infizierung verhindern oder sogar heilen können und verlangen horrende Summen.

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In einem Video, das ursprünglich zu Schulungszwecken für Bankangestellte produziert wurde, klärt das Bundes-Kriminalamt über den Enkeltrick auf.