Am Carl-Szokoll-Platz ist ein neues, bewusst gestaltetes Stück Natur entstanden, das sich in die bestehende Stadtstruktur einfügt und künftig als Lebensraum für Pflanzen und Tiere dient. Die neu bepflanzte Fläche bringt zusätzliche ökologische Qualität in ein stark verdichtetes Grätzl.

Wiener Straucherl als grüne Mini-Oase im Grätzl

Das Wiener Straucherl erweitert die Idee des Wiener Wäldchens um eine kompakte Form für kleinere Stadtflächen. Auf mindestens 50 Quadratmetern wachsen hier künftig dicht gesetzte Sträucher, die Struktur, Schutz und Nahrung für zahlreiche Tierarten bieten. Gleichzeitig verbessert die neue Vegetation das Mikroklima, sorgt für Abkühlung an heißen Tagen und trägt zur Aufwertung des Stadtraums bei.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky betont die Grundidee des Projekts:

Das Wiener Straucherl leitet sich in seiner Grundidee von unserem Wiener Wäldchen ab, das wir bereits 15 Mal in ganz Wien gepflanzt haben.“

Und weiter: „Auch beim Wiener Straucherl geht es in erster Linie um mehr Lebensqualität für unsere Stadt: Gerade im dicht verbauten Stadtgebiet sorgt jedes Stück Grün für Abkühlung, gute Luft und ist ein erholsamer Blickfang.“

Das Wiener Straucherl eignet sich vor allem zur Begrünung im dicht verbauten städtischen Gebiet. © Stadt Wien/Martin Votava

Das Wiener Straucherl eignet sich vor allem zur Begrünung im dicht verbauten städtischen Gebiet. © Stadt Wien/Martin Votava

Stadtentwicklung mit Beteiligung und Klimafokus

Auch Bezirksvorsteherin Saya Ahmad unterstreicht die Bedeutung für den Alsergrund: „Mir ist es besonders wichtig, auch kleine Flächen sinnvoll zu begrünen.“ Und:

Das Wiener Straucherl zeigt, wie wir selbst auf engem Raum Natur zurück in die Stadt holen und damit den Alsergrund Stück für Stück grüner und lebenswerter machen.“

Die Pflanzung wurde gemeinsam mit Schülerinnen undSchülern sowie den Wiener Stadtgärten umgesetzt. Dabei stand neben der praktischen Umsetzung auch das gemeinsame Erleben von Stadtbegrünung im Mittelpunkt. Die dichte Strauchpflanzung soll sich in den kommenden Jahren zu einem zunehmend wilden, naturnahen Lebensraum entwickeln und so die Artenvielfalt im Grätzl stärken.

Mit dem Projekt wird deutlich, wie auch kleinste Flächen im urbanen Raum zur Klimaanpassung beitragen können. Sie wirken temperaturausgleichend, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Rückzugsorte im Alltag der Stadt. Weitere Standorte des Wiener Straucherls sind bereits in Planung. Damit wächst Schritt für Schritt ein Netzwerk kleiner Grünräume in der Stadt, das dort ansetzt, wo große Parkanlagen keinen Platz haben.