Das Format hat sich in wenigen Jahren von einem Geheimtipp zu einem Fixpunkt der Wiener Kulturszene entwickelt. Was im kleinen Kabarett Niedermair begann, findet heute auf der großen Bühne der Staatsoper statt und verbindet dabei unterschiedliche künstlerische Welten zu einem gemeinsamen Erlebnis. 2026 setzt Intermezzo diesen Weg mit einer bewusst kompakten, aber hochkarätigen Ausgabe fort.

Die Wiener Staatsoper verwandelt sich mit Intermezzo in ein Haus des Humors. © iStock by Getty Images
Lisa Eckhart eröffnet das Intermezzo 2026
Mit ihrem Programm „Ich war mal wer“ übernimmt Lisa Eckhart den Eröffnungsabend des Festivals in der Wiener Staatsoper. Ihre pointierte Sprache, die zwischen literarischer Präzision und scharfer Gesellschaftsbeobachtung pendelt, macht sie zu einer der markantesten Stimmen der aktuellen Kabarettszene. Dass sie einst im Niedermair ihre ersten großen Schritte machte, verleiht ihrem Auftritt zusätzliche symbolische Kraft.
Intermezzo verbindet damit bewusst Herkunft und Gegenwart und zeigt, wie stark sich künstlerische Wege in Wien kreuzen können. Unterstützt wird der Abend von David Stockenreitner, der das Publikum mit feinem Humor auf den Abend einstimmt. Besonders der Kontrast zwischen Opernambiente und scharfem Kabarettton prägt diesen Auftaktabend nachhaltig.

Thomas Stipsits und seine Band machen klar, dass der “Austropop lebt”. © Lukas Beck
Stipsits bringt Austropop in die Staatsoper
Am 2. Juli steht Thomas Stipsits gemeinsam mit seiner Band auf der Bühne der Wiener Staatsoper und widmet sich dem Austropop in all seinen Facetten. Nach gefeierten Auftritten in den vergangenen Jahren wird die Oper nun zum Schauplatz eines Abends, der Musik und Kabarett elegant verschränkt.
Unterstützt von Chrissi Buchmasser entsteht ein Programm, das sowohl musikalisch als auch erzählerisch punktet und den Austropop in einem neuen Licht erscheinen lässt. Die Mischung aus Bandklang, kabarettistischen Einschüben und musikalischer Präzision macht den Abend zu einem der publikumsstärksten Höhepunkte des Festivals, der weit über klassische Genregrenzen hinausreicht.

Kurzurlaub vom Wahnsinn der Welt gibt es mit Franks „Grüße aus Allegro Süd”. © Marvin Ruppert
Martin Frank sorgt für das große Finale
Den Abschluss des Intermezzo-Festivals bildet Martin Frank mit seinem Programm „Grüße aus Allegro Süd“. Der bayerische Kabarettist verbindet Tempo, Musik und feine Selbstironie zu einem Auftritt, der zwischen Provinzpoesie und großer Bühne pendelt. Seine Geschichten aus dem vermeintlichen „Allegro Süd“ spielen mit Klischees und drehen sie pointiert weiter.
Unterstützt von Franziska Wanninger entsteht ein Finale, das Leichtigkeit und Präzision verbindet und das Festival mit einem humorvollen Höhepunkt beschließt. Frank gelingt es dabei, mit scheinbar leichten Beobachtungen tiefere gesellschaftliche Themen humorvoll zu spiegeln und sein Publikum immer wieder überraschend direkt zu erreichen. Das Publikum darf sich auf drei Abende freuen, die Humor, Musik und Theater auf besondere Weise verschmelzen lassen.
INTERMEZZO. Sommerfest des Humors in der Wiener Staatsoper
1.–3. Juli 2026
Infos: intermezzo.wien