Für viele war es ein Abend voller Überraschungen. Zum ersten Mal überhaupt eröffnete die historische Kunstfabrik Wien eine Soloausstellung. Gastgeber Alfred Melchert präsentierte sein künstlerisches Lebenswerk unter einem fast cineastischen Titel: The Best – The Rest – The Rare, eine kuratierte Auswahl der besten, oft selten gezeigten Werke. Zwischen Ehrengästen, kunstbegeisterten Sammlern und Musik von DJ R. Simon entstand eine Atmosphäre, die den Puls der Wiener Kunstszene spürbar machte.

Alfred Melchert, “My Way” © Alfred Melchert
Zwischen Fotorealismus und Dynamik
Alfred Melchert versteht es, Gegensätze zu vereinen. Seine Menschendarstellungen sind fast fotorealistisch, oft provokant, voller Ausdruckskraft und psychologischer Tiefe. Demgegenüber stehen abstrakte Kugelschreiberarbeiten, deren energetische Linien über die Blätter zu springen scheinen.
Realismus trifft Pop Art, Dynamik trifft Emotion – ein Wechselspiel, das sein Oeuvre unverwechselbar macht. Fachpublikum wie Kunstliebhaber zeigten sich gleichermaßen fasziniert von der Spannung zwischen Präzision und Experimentierfreude.
Raum für Kreation und Weiterbildung
Die Kunstfabrik Wien, unter der Leitung von Michaela Litzka und Bianca Schützenhöfer, ist nicht nur Ausstellungsplattform. Die ehemalige Malzfabrik beherbergt Atelier, eine private Akademie und bietet über 100 Kurse pro Jahr an.
Künstler haben hier die Möglichkeit, Techniken zu erlernen, eine eigene Handschrift zu entwickeln und kreativ zu experimentieren. Melcherts Workshops sind sehr gefragt und verbinden handwerkliche Präzision mit inhaltlicher Tiefe, regen zu Reflexion an und bieten Raum für individuelle, künstlerische Entfaltung.
Teilnahme bei Affordable Art Fair Vienna
Alfred Melchert bleibt nicht nur in der Kunstfabrik präsent. Vom 28. bis 31. Mai 2026 wird er auf der Affordable Art Fair Vienna in der Marx Halle vertreten sein. Die internationale Messe zeigt zeitgenössische Positionen aus Österreich und der ganzen Welt und bietet sowohl Sammlern als auch Neueinsteigern Zugang zu hochwertiger Kunst.
Melchert versteht es, lokal verwurzelt und gleichzeitig global präsent zu sein. Fotorealistische Porträts, provokante Figuren und abstrakte Linienwerke – jedes Stück ein Statement, jede Linie ein Teil eines beeindruckenden, lebendigen Oeuvres. Die Donaustadt kann stolz sein auf diesen Künstler, der die Grenzen zwischen klassischem Handwerk und zeitgenössischer Kunst so spielerisch überschreitet.