Theater, Kino, Konzert oder Museum: In Wien liegt Kultur sprichwörtlich an jeder Ecke. Doch nicht jede:r kann sich den Eintritt leisten. Genau hier setzt die Initiative Hunger auf Kunst und Kultur an und bekommt  prominente Unterstützung. Musiker und Wiener Original Voodoo Jürgens verleiht dem Kulturpass nun Gesicht, Stimme und Haltung. Ehrlich, solidarisch und mit einer guten Portion Wiener Schmäh.

Wien zeigt Haltung: Kultur ist kein Luxus

Seit 2003 sorgt Hunger auf Kunst und Kultur dafür, dass Menschen mit wenig Einkommen nicht vom kulturellen Leben ausgeschlossen werden. In Wien funktioniert das besonders eindrucksvoll: 2024 wurden hier über 151.000 Tickets und mehr als 53.000 Kulturpässe ausgegeben. Das bedeutet volle Theatersäle, neugierige Museumsbesuche und Konzertabende für Menschen, die sonst draußen bleiben müssten.

Kunst und Kultur gehören nicht nur denen, die sich’s leisten können. Sie sind etwas, das uns verbindet – wo man spürt, dass man nicht allein ist.
Voodoo Jürgens

Dass gerade der Wiener Künstler Voodoo Jürgens diese Initiative unterstützt, passt, denn seine Lieder erzählen von Wien, vom Leben und von all jenen, die man allzu leicht übersieht.

Martin Schenk (Armutskonferenz und einer der Initiatoren der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur) betont: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Kunst und Kultur können Überlebensmittel sein, die helfen, den Atem nicht zu verlieren.“ © Nick Mangafas

Martin Schenk (Armutskonferenz und einer der Initiatoren der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur) betont: “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Kunst und Kultur können Überlebensmittel sein, die helfen, den Atem nicht zu verlieren.“ © Nick Mangafas

Der Kulturpass: Wiens leiser Gamechanger

Der Kulturpass ist simpel, wirkungsvoll und diskret. Er ermöglicht kostenlosen Eintritt bei zahlreichen Wiener Kulturinstitutionen – vom großen Haus bis zur kleinen Bühne. Museen, Theater, Kinos, Konzerthäuser und Festivals machen mit. Insgesamt sind es österreichweit über 1.250 Kulturpartner, ein starker Schwerpunkt liegt in der Bundeshauptstadt.

Initiatoren wie Martin Schenk (Armutskonferenz) erinnern daran, dass Kultur kein „Nice to have“ ist: Sie stärkt Selbstwert, Teilhabe und soziale Verbindung. Oder anders gesagt: Wien lebt von Kultur und Kultur lebt von offenen Türen.

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Weitere Informationen

Wer kann den Kulturpass bekommen?

Der Kulturpass richtet sich an Menschen, die sich Kultur aktuell nicht leisten können. In Wien gilt:

Anspruch haben u. a.:

  • Bezieher:innen von Mindestsicherung oder Sozialhilfe

  • Menschen mit Ausgleichszulage

  • Arbeitssuchende mit geringem Einkommen

  • Asylwerber:innen und subsidiär Schutzberechtigte

  • Personen in sozialen Notlagen

Der Kulturpass öffnet vielen armutsbetroffenen Menschen das Tor in eine wunderbare neue Welt.
Kulturpass-Besitzerin Christine S.

So funktioniert’s:

  • Ausstellung des Kulturpasses über soziale Einrichtungen (z. B. Caritas, Volkshilfe, AMS-nahe Stellen)

  • Kostenlos, anonym und unbürokratisch

  • Gültig für zahlreiche Wiener Kulturangebote

Mit Voodoo Jürgens startet Hunger auf Kunst und Kultur selbstbewusst ins neue Jahr. Und Wien beweist einmal mehr, dass Kultur dann am stärksten ist, wenn sie alle mitnimmt. Flott, fair und verdammt wichtig.

www.hungeraufkunstundkultur.at/wien