Lockdown für Ungeimpfte: Wien verschärft weiter

(C) Pixabay: Der Lockdown für Ungeimpfte ist seit 15. November in Kraft.

Mit 15. November ist österreichweit ein Lockdown für Ungeimpfte in Kraft. Der bundesweite Teillockdown für die rund 2 Millionen ungeimpften Personen soll die aktuelle Infektionsdynamik bremsen. Denn die Infektionen erreichen fast täglich einen neuen traurigen Rekord und die Betten in den Intensivstationen werden knapper.

Lockdown für Ungeimpfte

Der bundesweite Lockdown für Ungeimpfte verschärft damit die bereits in ganz Österreich geltenden 2G-Regel. Seit 8. November haben nur mehr Personen mit einem gültigen 2G-Nachweis berechtigt etwa Gastronomie, Friseure oder Veranstaltungen zu besuchen. Ab Montag, 15. November wurden diese Maßnahmen nochmals verschärft.

Mit der neuen österreichweiten Verordnung dürfen ungeimpfte Personen ihre Wohnung nur mehr aus den bereits bekannten „Lockdown-Gründen“ verlassen:

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  • Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs
  • Weg zur Arbeit bzw. Ausbildungsstätte
  • Ausübung familiärer Pflichten mit engen Angehörigen und Kontaktpersonen
  • zur gesundheitlichen Versorgung (Arztbesuche etc.)
  • zur COVID-19-Schutzimpfung
  • körperliche und psychische Erholung im Freien (etwa Spaziergänge)
  • Versorgung von Tieren
  • Deckung religiöser Grundbedürfnisse
  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum.

Wien verschärft weiter

Die Stadt wird die bundesweiten Regeln im Laufe der Woche nochmals konkretisieren. „Denn wir werden alles unternehmen, um diese gefährliche Entwicklung entgegenzuwirken und das Infektionsgeschehen einzudämmen“, betonte Bürgermeister Michael Ludwig. Bürgermeister Ludwig kündigte dazu ein 5-Punkte-Programm an. Neben der Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht in Gastronomie und allen nicht-privaten Innenräumen, steht in der Stadt eine 2G+ Regel für die Nachtgastro und Veranstaltungen an – neben einem gültigen 2G-Nachweis wird für hierfür PCR-Test notwendig sein.

Kinderimpfung

Eine eigene Kinderimpfstraße im ACV ermöglicht das Impfen von Kindern zwischen 5 bis 11 Jahren, für alle Personen ab 18 ist die Impfung nach 4 Monaten der Zweitimpfung freigeschaltet. Zusätzlich forciert die Stadt Wien als Arbeitgeberin HomeOffice für das eigene Personal, um als Vorbild für andere Betriebe zu wirken.

„Wir richten all unsere Maßnahmen nach fundierten Erkenntnissen und Prognosen der Wissenschaft aus. All unsere Entscheidungen treffen wir nach intensiven Beratungen mit Expertinnen und Experten“, unterstreicht der Stadtchef. Er erinnerte auch daran, dass Wien bereits seit dem Sommer seinen konsequenten Weg verfolgt und zusätzliche Schutzmaßnahmen erlassen hat. „Diese konsequente Haltung hat uns – und auch mir persönlich – immer wieder harte Kritik eingebracht. Jedoch hat sich dieses Vorgehen als absolut richtig erwiesen.“