Love Scams: ‚Romanze‘ wird für Opfer oft sehr teuer

(C) unsplash
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Love Scams, auch als Romance-Betrug bekannt, sind eine immer häufiger werdende Form der Internetkriminalität in Österreich. Im vergangenen Jahr haben sich bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) vermehrt Opfer gemeldet. Täter nutzen soziale Netzwerke und Online-Dating-Websites, um unschuldige Opfer zu überlisten und durch psychologische Tricks betrügen. Sie gaukeln ihren gutgläubigen Opfern die große Liebe vor.

Betrug

Nachdem die Täter eine emotionale Bindung zu ihren Opfern aufgebaut haben, versuchen sie, Geld oder Wertsachen von ihnen durch direkte Anforderungen, Erpressungsversuche oder Manipulationen zu erhalten. Die Überweisungen sollen dann in der Regel auf Konten im Ausland oder via Zahlungsdienste wie Western Union oder MoneyGram erfolgen, von wo das Geld rasch und anonym abgezweigt wird. Es wird meist mit kleineren Beträgen begonnen, die zum Teil auch wieder zurückgezahlt werden, um das Vertrauen zu stärken. 

Der Regel kann die FMA den Geschädigten, die sich bei ihr melden, wenig Hoffnung machen, dass die geleisteten Zahlungen wieder rückgängig gemacht werden können. Da es sich bei dieser Form des Betruges meist um organisierte Kriminalität aus dem Ausland handelt, werden die Gelder rasch behoben und verschwinden in dunkeln Kanälen. Die FMA empfiehlt dennoch eine Anzeige bei der Polizei, um im Falle möglicher Beschlagnahmen leichter Schadenersatzansprüche stellen zu können.