Für Bezirksinsider war schon länger klar, dass die Situation für Markus Rumelhart nicht leicht ist. Ein harter Wahlkampf im Frühjahr, dann das sehr knappe Wahlergebnis mit der Wiederwahl und danach ein Burn-Out. Seit Monaten war Markus Rumelhart (SPÖ) von der offiziellen Bildfläche verschwunden, war auch beim Bezirks-Business-Award im Herbst nicht dabei.
Längere Pause
Dabei hatte er die Bezirks-Oscar-Verleihung des Wiener Bezirksblatts immer sehr geschätzt und als “Pflichttermin” bezeichnet. Doch diesmal fehlte die langjährige Nummer eins im 6. Bezirk. Heute weiß man, dass es ihm einfach nicht möglich war. Denn er hat nun bekanntgegeben, dass er das Amt als Bezirksvorsteher zurücklegt – zu diesem Zeitpunkt doch überraschend.
Zwölf Jahre im Amt
Sein politischer Weg begann 2010 mit der Wahl zum Bezirksrat. Vier Jahre später – 2014 – stand er dem Bezirk vor und war damals der jüngste Vorsteher der Stadt. Und er war stets sehr leutselig und gerne draußen in seinen Gassen und Straßen. Bis zuletzt, solange er die mentale Kraft dazu hatte. Rumelhart ging immer offen und entspannt mit seiner Homosexualität um – er ist stets offen seinen Weg gegangen.
Lessacher kommt
Gegenüber ORF-Wien wird Markus Rumelhart mit den Worten zitiert: “Ich habe meine bisherige Stellvertreterin Julia Lessacher, die mich in den letzten Monaten hervorragend vertreten hat, gebeten, nun die volle Verantwortung für den Bezirk zu übernehmen, und sie den Gremien als meine Nachfolgerin vorgeschlagen.” Im Februar wird der Vorschlag umgesetzt und der Wechsel vollzogen.