Selbst wohlwollenden Bewohnern ist längst der Geduldsfaden gerissen. Seit acht Jahren besteht das hässliche Eck, nachdem einst eine Bankfiliale zugesperrt hatte. Im Oktober 2017 berichtete das Wiener ­Bezirksblatt erstmals über das „600-qm-Lokal“ bei der Thaliastraße und der Possingergasse, das umgebaut wurde. Und in die erste Sackgasse führte.

Worauf im April 2020 vier ­Geschäftslokale öffentlich angeboten wurden. Ebenso ohne Erfolg. Wie auch nachfolgende Gerüchte um Pläne für kleinere Wohnungseinheiten. Alles verlief im Sand.

Pleiten & Absagen

Ehe der damalige Eigentümer in die Pleite schlitterte. Laut letzten Informa­tionen ist das Eckgebäude nunmehr Teil einer Insolvenz­-Masse. Aktuell soll der Masse-Verwalter gerade nach einem passenden Käufer suchen. Doch das scheint alles ­andere als einfach zu sein – ­diverse Gespräche mit Bau­trägern in den letzten Monaten sind durchwegs gescheitert. Dem ­Vernehmen nach war die rechtliche Situation zu unsicher, um hier zu ­investieren.

Bezirk würde vermitteln

„Die Situation ist für den ­Bezirk völlig inakzeptabel, wir können aber nichts dagegen machen“, bittet Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp im WBB-Gespräch um Verständnis. „Natürlich bemühe ich mich bei ­Bedarf um eine ­Vermittlung.“