Die Polizei ist in Österreich rund um die Uhr im Einsatz – nicht nur zur Verbrechensbekämpfung, sondern auch dann, wenn es um Sekunden geht. Gerade bei plötzlichem Herzstillstand wird sie parallel zur Rettung alarmiert. Ziel: die kritische Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte zu überbrücken.
Moderne Ausstattung macht das möglich. Polizistinnen und Polizisten führen Defibrillatoren mit und sind umfassend in Reanimationsmaßnahmen geschult. Das zeigt Wirkung: Allein im Jahr 2025 kam es zu über 400 Defibrillator-Einsätzen – also mehr als einmal täglich.
„Unsere Polizei ist da, wenn Hilfe gebraucht wird – auch, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.“
…betont Karner.
Investitionen in moderne Ausrüstung
Auch auf technischer Ebene wird weiter aufgerüstet. Bundespolizeidirektor Michael Takács unterstreicht die Bedeutung moderner Einsatzmittel: Bis 2028 sollen über 1.000 Defibrillatoren bei der Bundespolizei im Einsatz sein.
„Damit stärken wir das First-Responder-Netz in Österreich nachhaltig“, so Takács.
Zusammenarbeit, die Leben rettet
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Kooperation mit dem Verein PULS. Dessen Präsident Harry Kopietz bringt es auf den Punkt: „Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach – sofortige Erste Hilfe durch Laien.“
Seine klare Botschaft:
„Rufen – Drücken – Schocken“ – diese drei Schritte entscheiden über Leben und Tod.
Durch gezielte Maßnahmen wie Reanimationstrainings für die Polizei und deren Einbindung in die Rettungskette konnten die Überlebensraten bei Herzstillstand in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden.
Lebensretter auch in der Freizeit
Besonders bemerkenswert: Viele Polizistinnen und Polizisten engagieren sich auch außerhalb ihres Dienstes. Über die Lebensretter-App des Vereins PULS können sie bei Notfällen in ihrer Nähe alarmiert werden.
Aktuell sind rund 250 Beamtinnen und Beamte freiwillig registriert – und stehen so auch in ihrer Freizeit bereit, um Leben zu retten.